27. März 2011
BDI-Hauptgeschäftsführer ist ein Störfall
Schnapp diese Meldung auf, wenn du Radio oder Fernseher einschaltest: Der BDI-Hauptgeschäftsführer tritt zurück. Weil er ein Störfall ist. Und der Koalition die Kernschmelze droht. Morgen in Baden-Württemberg. Wegen Brüderle. Der das Verhältnis zwischen Regierungspolitik und Wirtschaft radioaktiv verstrahlt. Etwas abbekommen hat davon Mappus. Strahlt der morgen Abend nicht mehr, gehen vielleicht auch für Merkel bald die Lichter aus. Stuttgart2011.
Zeitung über den Kopf und sich in einem Graben ducken ist nicht mehr. Darüber macht sich die "Welt" schon am Vortag der "Schicksalswahl" Sorgen. Wieder einmal. Eine Schicksalswahl. Denk ich an Japan in der Nacht, werden ein paar Atomkraftwerke vorübergehend abgeschaltet. Denn vor der Wahl ist nach der Katastrophe.
Und am Sonntag auch noch dies? Nach der Wahl ist die Katastrophe? Das nächste Erdbeben von Union und FDP. Wie hoch werden die Wellen schlagen? Hoch genug, um diese Koalition wegzuspülen in die Geschichtsbücher? Oder kommt sie auch über diesen Gutten-Berg?
Der Bundesverteidigungsminister ist derweil in Afghanistan. Sind diese Minister immer, wenn es in Deutschland gefährlich wird. Wo eigentlich ist Johannes B. Kerner?
Posts mit dem Label Guttenberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Guttenberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 26. März 2011
Dienstag, 1. März 2011
Seufzerallee
![]() |
| Die Seufzerallee in Hannover. |
O, Angela, der Lenz ist da, die Opposition singt trallalla, der Karl-Theodor ist nicht mehr da...
Kaum ist Mutti in Hannover, ist sie nicht mehr im Bilde. Dort ist dafür ihr Lieblingssohn. Und bekommt die Genehmigung. Er darf die Familie verlassen. Schon bekommt Mutti einen Anruf. "Ich kann nicht mehr", sagt Karl-Theodor.
Nach diesem Anruf verlässt Mutti die CeBIT und begibt sich zur Seufzerallee in Hannover, die so heißt, weil sich hier Soldaten vor vielen Jahrzehnten von ihren Bräuten verabschiedet haben. Hat mir jedenfalls eine ältere Hannoveranerin erzählt.
Dann wirft sie einen Blick auf die AWD-Arena. So sehen Sieger aus, denkt sie - und zwar nach Jahren mit vielen Niederlagen. Im Wirbelsäulenzentrum lässt sie ihr Kreuz wieder gerade machen. Mutti verlässt das Zentrum und somit die Seufzerallee. Kehrt zur CeBIT zurück.
"Smart home" lautet in diesem Jahr das Motto dieser Computermesse. Smart ist der Karl-Theodor gewesen. Home ist er nicht mehr.
Labels:
Angela Merkel,
Bild-Zeitung,
Bundesverteidigungsminister,
CeBIT,
Guttenberg,
Hannover,
Rücktritt,
Seufzerallee,
Smart Home,
Wirbelsäulenzentrum
Guttenhügel
27. Februar 2011
Nach dem Plagiat ist während der Schlacht?
Immer wieder in den Umfragen hat Karl-Theodor zu Guttenberg alle überragt. Die anderen merkelten in seinem Schatten herum. Dann las jemand die Doktorarbeit, die der Bundesverteidigungsminister mit seinem Namen versehen hatte. An der Universität zu Bayreuth. Der Leser hat das nicht bereut.
Dafür aber Guttenberg. Der war nun ein wissenschaftlicher Guttenhügel. Ging in Sack und streute Asche auf sein Haupt, in dem sich dem Vernehmen nach auch ein Gehirn befindet, dass ihn beim (Ab-)Schreiben der Doktor-Arbeit an der Nase herumgeführt hatte. Der freiherrliche Mund formulierte ein paar Entschuldigungen. Und drehte Beruhigungspillen.
Die wurden verkauft von "Bild" und "Bild am Sonntag". 72 Prozent schluckten diese Pillen gern, Nicht-Pillen-Schlucker wurden sogleich zu "Neidhammeln", die Nichtiges zu meckern hätten. Obwohl Hammel gar nicht meckern.
Auch heute noch ist "Bild am Sonntag" besorgt, dass Guttenhügel doch noch zur politischen Schlachtbank geführt werden könnte und stellt die bange Frage in den Seite 4-Raum "Wie steht Guttenberg seine schwerste Schlacht durch?" Als sei Afghanistan nichts dagegen.
Doch jetzt haben auch Wissenschaftler etwas dagegen, dass jemand fremdes Gedankengut als eigenes ausgibt. Das ist kein Kavaliersdelikt, sagen sie. Das ist Betrug. Womit sich die Justiz zu beschäftigen hätte. Doch die will erst mal abwarten, wie das Schlussurteil der Bayreuther Universität lautet.
Inzwischen überragt Guttenhügel in Umfragen nicht einmal mehr die Bundeskanzlerin, der das jedoch völlig egal ist. Schließlich sei Guttenhügel auf legale Weise Minister geworden. Und das sei entscheidend, wenn man zu ihrer Regierung gehören wolle.
Guttenhügel gehört aber wohl bald der Vergangenheit an. Dann soll er sich eine politische Pause gönnen, heißt es jetzt, in ein paar Jahren könne er durchaus als Guttenberg in die Politik zurückkehren.
Denn: So hat sich Klein-KT die Politik schon immer vorgestellt...
1. März 2011, 11.15 Uhr
"An eigenen Ansprüchen gescheitert"
Bei einer Pressekonferenz im Bundesverteidigungsministerium erklärt Guttenberg seinen Rücktritt. Er sei an seinen "eigenen Ansprüchen" gescheitert.
Nach dem Plagiat ist während der Schlacht?
Immer wieder in den Umfragen hat Karl-Theodor zu Guttenberg alle überragt. Die anderen merkelten in seinem Schatten herum. Dann las jemand die Doktorarbeit, die der Bundesverteidigungsminister mit seinem Namen versehen hatte. An der Universität zu Bayreuth. Der Leser hat das nicht bereut.
Dafür aber Guttenberg. Der war nun ein wissenschaftlicher Guttenhügel. Ging in Sack und streute Asche auf sein Haupt, in dem sich dem Vernehmen nach auch ein Gehirn befindet, dass ihn beim (Ab-)Schreiben der Doktor-Arbeit an der Nase herumgeführt hatte. Der freiherrliche Mund formulierte ein paar Entschuldigungen. Und drehte Beruhigungspillen.
Die wurden verkauft von "Bild" und "Bild am Sonntag". 72 Prozent schluckten diese Pillen gern, Nicht-Pillen-Schlucker wurden sogleich zu "Neidhammeln", die Nichtiges zu meckern hätten. Obwohl Hammel gar nicht meckern.
Auch heute noch ist "Bild am Sonntag" besorgt, dass Guttenhügel doch noch zur politischen Schlachtbank geführt werden könnte und stellt die bange Frage in den Seite 4-Raum "Wie steht Guttenberg seine schwerste Schlacht durch?" Als sei Afghanistan nichts dagegen.
Doch jetzt haben auch Wissenschaftler etwas dagegen, dass jemand fremdes Gedankengut als eigenes ausgibt. Das ist kein Kavaliersdelikt, sagen sie. Das ist Betrug. Womit sich die Justiz zu beschäftigen hätte. Doch die will erst mal abwarten, wie das Schlussurteil der Bayreuther Universität lautet.
Inzwischen überragt Guttenhügel in Umfragen nicht einmal mehr die Bundeskanzlerin, der das jedoch völlig egal ist. Schließlich sei Guttenhügel auf legale Weise Minister geworden. Und das sei entscheidend, wenn man zu ihrer Regierung gehören wolle.
Guttenhügel gehört aber wohl bald der Vergangenheit an. Dann soll er sich eine politische Pause gönnen, heißt es jetzt, in ein paar Jahren könne er durchaus als Guttenberg in die Politik zurückkehren.
Denn: So hat sich Klein-KT die Politik schon immer vorgestellt...
1. März 2011, 11.15 Uhr
"An eigenen Ansprüchen gescheitert"
Bei einer Pressekonferenz im Bundesverteidigungsministerium erklärt Guttenberg seinen Rücktritt. Er sei an seinen "eigenen Ansprüchen" gescheitert.
Labels:
Angela Merkel,
Betrug,
Bild,
Bild am Sonntag,
Doktorarbeit,
Guttenberg,
Guttenhügel,
überragend,
Umfragen,
Universität Bayreuth,
Wissenschaftler
Sonntag, 20. Februar 2011
Bildung/Integration
20. Februar 2011
Guttenberg bald wieder über den Schwindel-Berg
Die Springer-Presse macht sich Sorgen. Die "Welt" hielte einen Rücktritt für falsch. "Bild" findet keinen Rücktritt gut. "Bild am Sonntag" hat sogar bei emnid eine Umfrage in Auftrag gegeben. Ergebnis - laut Schlagzeile: "Für Deutsche ist Guttenberg kein Schwindler". Liest man den Artikel, erfährt man: Diese Auffassung vertreten nicht etwa alle Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer, sondern 57 Prozent. Die Überschrift ist also ein wenig geschwindelt. Was zum Thema passt.
Warum aber sich Sorgen machen um den Bundesverteidigungsminister und darüber, dass er aus dem Amt scheiden könnte? Hilfreich könnte doch sein, was Politikerinnen und Politiker immer wieder sagen: Bildung dient der Integration. Guttenberg müsste also für das politische Überleben: Die von ihm abgegebene Doktorarbeit lesen. Begreift er den Inhalt, hat er sich weitergebildet und dürfte sich auch wieder Doktor nennen. Schon könnte er weitermachen wie bisher.
Flankierend sollte sich der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages umbenennen in Wissenschaftlicher Dienst für alle, die Doktor- oder Diplomarbeiten nicht selbst schreiben wollen. An den wenden sich dann die Doktorväter, damit sich Studentinnen und Studenten, die Wert auf Titel legen, unbeschwert und stressfrei wichtigeren Dingen widmen können wie Guttenberg das vorgelebt hat: Karriere machen, Familie gründen.
Diese Regelung wäre selbstverständlich endlich, denn irgendwann gäbe es auch im Wissenschaftlichen Dienst keine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr, die sich eigene Gedanken gemacht haben. Sogleich könnte man Universitäten und Hochschulen schließen, das Bildungssystem wäre nicht mehr so teuer.
Das wäre doch gut...
Guttenberg bald wieder über den Schwindel-Berg
Die Springer-Presse macht sich Sorgen. Die "Welt" hielte einen Rücktritt für falsch. "Bild" findet keinen Rücktritt gut. "Bild am Sonntag" hat sogar bei emnid eine Umfrage in Auftrag gegeben. Ergebnis - laut Schlagzeile: "Für Deutsche ist Guttenberg kein Schwindler". Liest man den Artikel, erfährt man: Diese Auffassung vertreten nicht etwa alle Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer, sondern 57 Prozent. Die Überschrift ist also ein wenig geschwindelt. Was zum Thema passt.
Warum aber sich Sorgen machen um den Bundesverteidigungsminister und darüber, dass er aus dem Amt scheiden könnte? Hilfreich könnte doch sein, was Politikerinnen und Politiker immer wieder sagen: Bildung dient der Integration. Guttenberg müsste also für das politische Überleben: Die von ihm abgegebene Doktorarbeit lesen. Begreift er den Inhalt, hat er sich weitergebildet und dürfte sich auch wieder Doktor nennen. Schon könnte er weitermachen wie bisher.
Flankierend sollte sich der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages umbenennen in Wissenschaftlicher Dienst für alle, die Doktor- oder Diplomarbeiten nicht selbst schreiben wollen. An den wenden sich dann die Doktorväter, damit sich Studentinnen und Studenten, die Wert auf Titel legen, unbeschwert und stressfrei wichtigeren Dingen widmen können wie Guttenberg das vorgelebt hat: Karriere machen, Familie gründen.
Diese Regelung wäre selbstverständlich endlich, denn irgendwann gäbe es auch im Wissenschaftlichen Dienst keine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr, die sich eigene Gedanken gemacht haben. Sogleich könnte man Universitäten und Hochschulen schließen, das Bildungssystem wäre nicht mehr so teuer.
Das wäre doch gut...
Labels:
Bild am Sonntag,
Bild-Zeitung,
Bundesverteidigungsminister,
Die Welt,
Doktorarbeit,
emnid,
Guttenberg,
Springer-Presse,
Umfragen,
Wissenschaftlicher Dienst
Donnerstag, 17. Februar 2011
Doktor banausa
17. Februar 2011
Muttis Beliebtester studiert mit Praxisbezug
Ist Muttis Beliebtester ein Doktor banausa? Was oder wer gehört noch zu den Bayreuther Doktorspielen von Karl-Theodor zu Guttenberg (39), der 2006 eine Arbeit mit dem Titel "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und in der EU" vorgelegt hat?
Damit war sicherlich nicht zu rechnen - am wenigsten vom jetzigen Verteidigungsminister: Gut vier Jahre später ist dieses eher dröge wirkende Werk ein Aufreger. Fast schon stündlich melden sich unfreiwillige Mitautorinnen und Mitautoren, die jetzt nicht etwa ein Zweitveröffentlichungshonorar verlangen, sondern sich darüber beklagen, dass sie in diesem Werk mit eigenem Gedankengut auftauchen, das nicht als solches gekennzeichnet worden ist.
Wer hätte das denn auch nur zu denken gewagt? Ein wenig "Frankfurter Allgemeine Zeitung", eine Prise "Neue Zürcher Zeitung" und ein bisschen US-Botschaft machen einen Doktor-Hut? Und zwar "summa cum laude".
Diese Bestnote für über Seiten Abgeschriebenes hat Franz Josef Wagner heute in der "Bild-Zeitung" zum Verbündeten von Karl-Theodor zu Guttenberg gemacht. Der schreibt: "Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor."
Wie Recht der "Bild"-Mann doch hat! Schon lange gibt es Klagen darüber, dass Studentinnen und Studenten ohne jeden Praxisbezug vor sich hinlernen. Damit hat Muttis Beliebtester 2006 Schluss gemacht. Der schummelte einfach ein wenig - und bereitete sich so auf eine Laufbahn als Politiker vor.
Nun behaupten Regierungskreise, die Doktor-Geschichte sei von der Opposition in die Medien-Welt gesetzt worden, um dem Verteidigungsminister zu schaden. Möglich ist aber auch immer noch: Mutti und ihr Beliebtester nutzen den Plagiatsvorwurf, um von anderen Vorwürfen abzulenken. Denn: Welches Medium interessiert sich jetzt noch für die Gorch Fock, für geöffnete Feldpost und für den Hindukusch?
Alle Augen sind gerichtet auf Bayreuth. Die dortige Uni verlangt vom Minister eine Stellungnahme innerhalb von 14 Tagen. Jetzt überlegen möglicherweise einige fieberhaft: Wo schreiben wir die ab? Oder legt Karl-Theodor zu Guttenberg dieses Mal ein eigenes Werk vor?
Muttis Beliebtester studiert mit Praxisbezug
Ist Muttis Beliebtester ein Doktor banausa? Was oder wer gehört noch zu den Bayreuther Doktorspielen von Karl-Theodor zu Guttenberg (39), der 2006 eine Arbeit mit dem Titel "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und in der EU" vorgelegt hat?
Damit war sicherlich nicht zu rechnen - am wenigsten vom jetzigen Verteidigungsminister: Gut vier Jahre später ist dieses eher dröge wirkende Werk ein Aufreger. Fast schon stündlich melden sich unfreiwillige Mitautorinnen und Mitautoren, die jetzt nicht etwa ein Zweitveröffentlichungshonorar verlangen, sondern sich darüber beklagen, dass sie in diesem Werk mit eigenem Gedankengut auftauchen, das nicht als solches gekennzeichnet worden ist.
Wer hätte das denn auch nur zu denken gewagt? Ein wenig "Frankfurter Allgemeine Zeitung", eine Prise "Neue Zürcher Zeitung" und ein bisschen US-Botschaft machen einen Doktor-Hut? Und zwar "summa cum laude".
Diese Bestnote für über Seiten Abgeschriebenes hat Franz Josef Wagner heute in der "Bild-Zeitung" zum Verbündeten von Karl-Theodor zu Guttenberg gemacht. Der schreibt: "Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor."
Wie Recht der "Bild"-Mann doch hat! Schon lange gibt es Klagen darüber, dass Studentinnen und Studenten ohne jeden Praxisbezug vor sich hinlernen. Damit hat Muttis Beliebtester 2006 Schluss gemacht. Der schummelte einfach ein wenig - und bereitete sich so auf eine Laufbahn als Politiker vor.
Nun behaupten Regierungskreise, die Doktor-Geschichte sei von der Opposition in die Medien-Welt gesetzt worden, um dem Verteidigungsminister zu schaden. Möglich ist aber auch immer noch: Mutti und ihr Beliebtester nutzen den Plagiatsvorwurf, um von anderen Vorwürfen abzulenken. Denn: Welches Medium interessiert sich jetzt noch für die Gorch Fock, für geöffnete Feldpost und für den Hindukusch?
Alle Augen sind gerichtet auf Bayreuth. Die dortige Uni verlangt vom Minister eine Stellungnahme innerhalb von 14 Tagen. Jetzt überlegen möglicherweise einige fieberhaft: Wo schreiben wir die ab? Oder legt Karl-Theodor zu Guttenberg dieses Mal ein eigenes Werk vor?
Sonntag, 24. Oktober 2010
Schäuble aus Klinik
24. Oktober 2010
Dem Bundesfinanzminister seine Schätzchen
Montag sitzt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wieder an seinem Schreibtisch. Damit das möglichst viele erfahren, hat der 68-Jährige "Bild am Sonntag" ein Interview gegeben. In dem sagt er: "Wer...fordert, die Union müsse zurück zu konservativen Werten, der hat nicht verstanden, wie Politik funktioniert." Wie die funktioniere, wisse Angela Merkel. Und noch einer. Bundesverteidigungsminister Guttenberg. Der sei "ein Schatz für die Union".
Damit das nicht noch mehr erfahren, darf dieser Schatz beim CSU-Parteitag Ende der Woche nicht allzu sehr glänzen. Deshalb steht Guttenbergs Name auch nicht auf der Tagesordnung, nur das Thema seiner Rede wird erwähnt. Anschließend spricht Angela Merkel, Horst Seehofer erst am nächsten Tag. Der Stuhl des CSU-Chefs wackelt zwar, aber umfallen soll er noch nicht.
Stabilität sucht Seehofer bei jenen CSU-Mitgliedern, die konservativ sind, aber laut Wolfgang Schäuble in der Union zu den Ewiggestrigen gehören. Ob so Politik funktioniert? Wohl kaum, zumal: Der CSU-Chef hat inzwischen ein Schleudertrauma. Bei der Rente mit 67 ebenso wie bei der Integrationspolitik. Nach Deutschland kommen soll nach seiner Auffassung nur noch, wer qualifiziert ist. Die anderen bilden, deutsche Firmen beuten aus?
Schon steht Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf der Renten- und Zuwanderermatte. Rente mit 67 sei vernünftig, alles andere viel zu teuer. Schließlich werden "wir gleichzeitig älter und weniger" ("Bild am Sonntag", 24. Oktober 2010). Und zur Zuwanderung sagt sie, das von der FDP vorgeschlagene Punktesystem reiche nicht aus. Deshalb arbeite ihr Ministerium an einem Job-Monitoring-System. Damit die Ausbeutung nach Seehofer zielgerichtet funktioniert?
Doch erst einmal sind die vorhandenen Fachkräfte dran. Die sollen demnächst 45 Stunden in der Woche arbeiten. Fordert Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Von Ausbeutung versteht der was. Kein Zweifel.
Dem Bundesfinanzminister seine Schätzchen
Montag sitzt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wieder an seinem Schreibtisch. Damit das möglichst viele erfahren, hat der 68-Jährige "Bild am Sonntag" ein Interview gegeben. In dem sagt er: "Wer...fordert, die Union müsse zurück zu konservativen Werten, der hat nicht verstanden, wie Politik funktioniert." Wie die funktioniere, wisse Angela Merkel. Und noch einer. Bundesverteidigungsminister Guttenberg. Der sei "ein Schatz für die Union".
Damit das nicht noch mehr erfahren, darf dieser Schatz beim CSU-Parteitag Ende der Woche nicht allzu sehr glänzen. Deshalb steht Guttenbergs Name auch nicht auf der Tagesordnung, nur das Thema seiner Rede wird erwähnt. Anschließend spricht Angela Merkel, Horst Seehofer erst am nächsten Tag. Der Stuhl des CSU-Chefs wackelt zwar, aber umfallen soll er noch nicht.
Stabilität sucht Seehofer bei jenen CSU-Mitgliedern, die konservativ sind, aber laut Wolfgang Schäuble in der Union zu den Ewiggestrigen gehören. Ob so Politik funktioniert? Wohl kaum, zumal: Der CSU-Chef hat inzwischen ein Schleudertrauma. Bei der Rente mit 67 ebenso wie bei der Integrationspolitik. Nach Deutschland kommen soll nach seiner Auffassung nur noch, wer qualifiziert ist. Die anderen bilden, deutsche Firmen beuten aus?
Schon steht Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf der Renten- und Zuwanderermatte. Rente mit 67 sei vernünftig, alles andere viel zu teuer. Schließlich werden "wir gleichzeitig älter und weniger" ("Bild am Sonntag", 24. Oktober 2010). Und zur Zuwanderung sagt sie, das von der FDP vorgeschlagene Punktesystem reiche nicht aus. Deshalb arbeite ihr Ministerium an einem Job-Monitoring-System. Damit die Ausbeutung nach Seehofer zielgerichtet funktioniert?
Doch erst einmal sind die vorhandenen Fachkräfte dran. Die sollen demnächst 45 Stunden in der Woche arbeiten. Fordert Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Von Ausbeutung versteht der was. Kein Zweifel.
Abonnieren
Posts (Atom)
