Posts mit dem Label Flüchtlinge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Flüchtlinge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. Juli 2018

Hello again, Horst

Das muss Liebe sein.
Der Juli-Mond, der alles verzeiht

Nun trällern sie wieder. Die Angela Merkel und der Horst Seehofer. "Hello again" singen sie. Friedlich vereint. Nach all dem Streit. Über Flüchtlinge. Für die soll es bald Transitzentren geben. Wie schon 2015. Und 2021 dann wieder. 

Den Österreichern hat die Versöhnung kurz nicht gefallen. Doch jedem Zauber wohnt ein Anfang inne. Angela Merkel und Horst Seehofer flüchten nie wieder vor ihrer Liebe. "You are the only one" trällern sie und "We don´t say goodbye". Wie Celine Deon. 

Wer liebt, muss manchmal auch lügen. Wie Rio Reiser. Doch der Juli-Mond verzeiht alles. Nach dem EU-Gipfel in Brüssel hat Angela Merkel die Einigung mit 14 Staaten nur erfunden. Doch das beweist lediglich, wie sehr sie sich zu Horst Seehofer hingezogen fühlt. 

Ob die SPD mitsingt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Die hat noch Liederbuch-Bedarf. 

Samstag, 27. August 2016

Merkel will es wissen

Sprechen Migranten zuhause auch nicht?

"Staat will mehr über Migranten wissen." Titelt "Bild" einen laut Kommentator Ernst Elitz (Gründungsintendant des Deutschlandradios) "richtigen Versuch". Merkel möchte gern wissen, ob Flüchtlinge und andere aus unerfindlichen Gründen Zugereiste Deutsch sprechen, wenn sie unter sich sind. Die Antworten sind laut Merkel so anonym, dass jede falsche Angabe beim Mikrozensus mit einem Zwangsgeld bestraft wird. 

Das ist zwar nicht sehr nett von ihr, aber nett ist die Bundeskanzlerin auch nicht mehr zu Ronald Pofalla, weil der demnächst als Bahn-Chef jede Zugverspätung mit Schneeverwehungen auf dem Montblanc begründen würde. Derzeit sagt auch der ehemalige Kanzleramtsminister nichts, er ist noch mit der Lagerung wertvoller Füller beschäftigt. 

So viel Deutsch sprechen Flüchtlinge und andere aus unerfindlichen Gründen Zugereiste sicherlich auch, wenn sie unter sich sind. Darum können sie beim nächsten Mikrozensus auf die Frage "Sprechen Sie zuhause Deutsch?" getrost antworten: "Die Menge der zwischen uns ausgetauschten Wörter in deutscher Sprache entspricht der Menge der ausgetauschten Wörter in deutscher Sprache zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem ehemaligen Vertrauten." Merkel bezahlt das Zwangsgeld...

Donnerstag, 4. Februar 2016

Petry Heil

Angela Merkel macht Dreier mit Erdogan

Auf Flüchtlinge an der deutschen Grenze schießen will Angela Merkel nicht. Diese Forderung von AfD-Chefin Frauke Petry lehnt die Kanzlerin als ultima ratio ab. Sie ist für ultima Erdogan. Der lässt zurzeit nur auf Kurden schießen. Sogar Beerdigungen werden unter Beschuss genommen, Wissenschaftler, die protestieren, werden verhaftet, Journalisten verfolgt. 

Ebenso liebevoll soll sich Erdogan nun um Flüchtlinge kümmern, damit die nicht mehr nach Deutschland kommen oder Deutschland wieder verlassen. Milliarden sind auf dem Überweisungs-Weg für diesen dritten Weg, den Peter Dreier als Landrat der Freien Wähler in Landshut bisher nur bis nach Berlin kennt. 

Kürzlich verfrachtete dieser Landrat 21 Flüchtlinge aus "lauter Verzweiflung" in einen Bus und brachte sie gegen ihren Willen nach Berlin. Wäre der Bus gleich in die Ost-Türkei gefahren, hätte der Wille dieser Flüchtlinge noch weniger gezählt. Bei jedem Widerwort hätte Erdogan zurückgeschossen.

Verzweifelt sind auch die Kurden, deren Kinder ermordet werden. Wenn sich nun Verzweiflung in Landshut und Verzweiflung in der Ost-Türkei auch noch gern gesellen würden, hätte Merkel ihren Dreier für Erdogan.   

Montag, 18. Januar 2016

Mutti hat Kummer

Wo sie auch hinhört: Ultimatum

Bisher ist ihre Politik stets alternativ - los ist jetzt aber eine Menge. Wo Mutti auch hinhört, es klingt immer nach einem Ultimatum. Auch die SPD setzt sich inzwischen von den Flüchtlingen ab - während ein Landrat aus Landshut Flüchtlinge in Berlin absetzen will.

"Wir müssen es schaffen, den Zuzug zu reduzieren", sagt Sigmar Gabriel. Zuverlässigen Quellen zufolge hat er das erkannt, als er in einem Supermarkt hinter zwei Flüchtlingen stand. Die waren eher am Zug und er schaute zu.

Auch der leider noch nie ausgewiesene Philosoph Edmund Stoiber, der 2002 als Unions-Kanzlerkandidat unvergessliche Weisheiten wie "Kinder sind ähm..." verbreitet hat, weil sie bis dahin gänzlich unbekannt waren, will Mutti bis Ende März auf Trab bringen. Sie soll endlich ihre Flüchtlingspolitik ändern, obwohl Sigmar Gabriels Stellvertreter Thorsten Schäfer-Gümbel ihr vorwirft, sie mache gar keine. Politikwissenschaftlern zufolge schadet das der SPD.

Mutti hat eine Richtung vorgegeben, die den ganzen Bogen spannt, meint dagegen Ursula von der Leyen aus Burgdorf-Beinhorn, wo sie auch schon einen Flüchtling aufgenommen hat. Der will Pilot werden. Trotzdem hört man von Bundespräsident Joachim Gauck nichts. Denn in der Flüchtlingspolitik geht es nicht um grenzenlose Freiheit - und wenn es um Grenzen geht, hat er schon die Pyrenäen mit den Alpen verwechselt - auch dabei ging es um einen Piloten...Das macht den Bundespräsidenten vorsichtig. Bevor der noch einmal zu einem Atlas mit Fehldrucken greift, greift der nicht in diese Diskussion ein.

Ein Sozialpsychologe will inzwischen bei seinen Veranstaltungen herausgefunden haben, dass sich die Menschen, die Flüchtlingen helfen, nicht beirren lassen. Bei Mutti könnte das genauso sein, denn alles, was sie tun soll, geht nicht. Oder Europa geht den Bach herunter. Dabei ist Europa - östlich betrachtet - schon heruntergekommen genug.  
  

Donnerstag, 12. November 2015

"Niemand hat die Absicht"

Stein auf Stein, Europa muss von Flüchtlingen
befreit sein. 













Europa einzuzäunen

Angela Merkel hat als Bundeskanzlerin stets die Wahrheit gesagt. Wie früher der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht. Die Medien zitieren Politiker nur immer falsch. Ulbricht hat 1961 tatsächlich gesagt: "Nicht nur wir haben die Absicht, eine Mauer zu errichten." Das war auch 1961 schon richtig. Hilfe kam von westdeutscher Unternehmerseite per Materiallieferung. 

Merkel hat kürzlich keinesfalls "Wir schaffen das" gesagt, sondern "Wir schaffen das ab." Erste Hilfe kam von Ungarn. Doch der Zaun reichte nicht. Flüchtlinge suchten sich neue Wege. 

Jeder Weg soll Flüchtlingen jetzt versperrt werden. Finnland verlangt das von Russland, Merkel bezahlt dafür die Türken. Die sind besonders verlässlich. Bei Erdogan beispielsweise kann man sich darauf verlassen, dass er so lange wählen lässt, bis seine Macht vollkommen ist. Daran arbeitet Erdogan weiter. In der türkischen Verfassung soll seine Führungsrolle festgeschrieben werden. Irgendwie wird in Europa alles DDR. Jetzt auch beim Einzäunen.

Flüchtlinge, die Anspruch auf Asyl haben, gibt es schon bald nicht mehr. Den Syrern zeigte man schon einmal, was CDU-Sache ist. Aus drei Jahren und Familienzusammenführung ist erst ein Jahr ohne Familienzusammenführung und jetzt Abschiebung geworden. 

Das Chaos wird zwar immer größer, so will Schleswig-Holstein Flüchtlinge nach Bayern zurückschicken, weil sie nicht mehr nach Schweden kommen, aber wenn man Europa weiter einzäunen will, muss man schon dafür sorgen, dass Flüchtlinge irgendwo nicht mehr weiterkommen, bis sie gar nicht mehr nach Europa kommen.

Dann - und nur dann kann Merkel in ihrer Neujahrsansprache sagen: "Wir haben es geschafft. Mit Flüchtlingen haben wir keine Probleme mehr." Der Zaun muss nur noch einen Namen bekommen. Die DDR hat die Mauer "antifaschistischer Schutzwall" genannt, sollte heißen: Steine schützen eine Idee. Wer oder was schützt die europäische Idee? 









  


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Von der DDR lernen

Heißt Horst Seehofer zuhören

Horst Seehofer geht der Bundeskanzlerin immer mehr auf den Geist. Dabei müsste Merkel vieles von dem, was der bayerische Ministerpräsident derzeit fordert, aus ihrer Zeit als FDJ-Sekretärin und DDR-Bürgerin bekannt vorkommen. 

"Transitzonen" zum Beispiel, in denen Flüchtlinge am Weiterkommen gehindert werden sollen. Die sind zu DDR-Zeiten "Todesstreifen" genannt worden und waren vermint. Wenn Seehofer immer bösere Miene zu Menschen macht, die vor Krieg, Vertreibung, Diskriminierung und Armut fliehen, muss man schon bald doch nur noch ein "e" streichen.

Flüchtlinge in Züge setzen erinnert ebenfalls an DDR-Zeiten. Nur Ungarn als Transitland kommt dafür nicht mehr infrage. Dort regiert inzwischen auch so eine Art Seehofer.

Wenn sich Seehofer dann auch noch darüber beklagt, dass nach Bayern mehr Flüchtlinge kommen als die Bundesregierung früh genug bekannt gibt, dann hat das auch etwas von der DDR. Die SED gab stets die Zahl der so genannten "Republikflüchtlinge" entweder gar nicht oder nach unten korrigiert bekannt. Was irgendwie unverständlich war. Denn über dem Soll lag dieser Staat eigentlich nur bei der Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die woanders leben wollten.

Da Seehofer Deutschland unattraktiver für Flüchtlinge machen will, bleibt wirklich nur noch die Neugründung der DDR in den Grenzen des Freistaates Bayern. Bayern bietet sich auch geradezu an. Eigentlich fehlen dafür nur "Transitzonen" und Flüchtlinge in Zügen. Seehofer wäre dann Freistaatsratsvorsitzender, die CSU hätte die Führungsrolle für immer, also noch einmal: Viel ändern müsste sich nicht.