9. Mai 2010
NRW-"Tigerente" ist ertrunken
Die Bundesrats-Mehrheit ist futsch, die NRW-"Tigerente" ist im Rhein und in der Ruhr ertrunken, Jürgen Rüttgers, der gestern noch gesagt hat, er werde die Nase vorn haben, sackte mit dem schlechtesten CDU-Ergebnis aller Landeszeiten mitsamt Ministerpräsidenten-Amt weg.
Ob ARD oder ZDF oder RTL: Bei allen Umfragen kommt Rot/Grün auf 47 Prozent, Merkels Lieblingskoalition auf 41 Prozent. Das liegt keinesfalls an einem Hannelore Kraft-Akt der SPD. Die Sozialdemokraten haben sich weiter verschlechtert. Wahlgewinnerinnen sind die Grünen. Sie bejubelten eine Fast-Verdoppelung ihres Ergebnisses aus 2005.
Damit steht wohl fest: Die meisten Wählerinnen und Wähler sind gegen die Atompolitik der Bundesregierung, sie halten auch nichts von der Kopfpauschale und von nicht finanzierbaren Steuererleichterungen aus dem FDP-Zauberhut des wirtschaftspolitischen Realitätsverlustes.
Nun wird es spannend: in Düsseldorf und in Berlin. Reicht es nicht für eine rot-grüne Mehrheit, kommt es dann in Nordrhein-Westfalen zu einer von der Linken geduldeten Kraft-Regierung oder zu einer Großen Koalition mit Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin? Wie lange dauert es, bis die CSU in Berlin noch wütender über die FDP herfällt als bisher schon?
Noch bescheinigt man Angela Merkel und ihrer Regierung einen Holper-Start, wird daraus ein Desaster? Wenn sie die Streithähne gar nicht mehr auseinander halten könnte, ertrinkt die "Tigerente" auch in der Spree.
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Sonntag, 9. Mai 2010
Montag, 22. Februar 2010
Rent a Rüttgers
22. Februar 2010
Oder: Rente für Rüttgers?
Früher hat Gott dem Vernehmen nach jedem, dem Er ein Amt gab, auch Verstand gegeben. Heute geht die Macht ebenfalls dem Vernehmen nach nicht mehr von Gott aus, sondern vom Volke. Laut Verfassung sogar "alle". Papier ist bekanntlich geduldig.
Der Schein bestimmt inzwischen das Bewusstsein. So scheint der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ein christdemokratischer "Arbeiterführer" zu sein. Da würde es niemanden Wunder nehmen, wenn dieser Mann auf Distanz zu Unternehmern ginge.
Doch nun wundern sich die Wählerinnen und Wähler an Rhein und Ruhr. Denn: Unternehmerinnen und Unternehmer können diesen Ministerpräsidenten mieten. 6000 Euro kosten laut CDU-Preisliste vertrauliche Gespräche mit Rüttgers, 20 000 Euro ein Stand beim CDU-Parteitag im März einschließlich Kuschel-Treffen mit dem Kabinett.
Ist doch nett. Weil: Wenn "alle Macht" vom Volke ausgeht, dann muss sie auch irgendwo hingehen. Warum also nicht in die CDU-Parteikasse? Ist doch nichts dabei. Schließlich: Wenn man schon in Köln korrupt ist, warum sollte man es dann in Düsseldorf nicht auch sein dürfen?
Da aber der Schein gewahrt werden muss, dass es Rüttgers gar nicht auf Euro-Scheine ankommt, hat der er als Ministerpräsident eilends versichert, dass ihm diese Preisliste gänzlich unbekannt gewesen sei. Die stamme vom CDU-Generalsekretär. Der ziehe diese Liste nun zurück.
"Rent a Rüttgers" ist also morgen schon von gestern? Oder wird daraus nach den Landtagswahlen "Rente für Rüttgers"?
Oder: Rente für Rüttgers?
Früher hat Gott dem Vernehmen nach jedem, dem Er ein Amt gab, auch Verstand gegeben. Heute geht die Macht ebenfalls dem Vernehmen nach nicht mehr von Gott aus, sondern vom Volke. Laut Verfassung sogar "alle". Papier ist bekanntlich geduldig.
Der Schein bestimmt inzwischen das Bewusstsein. So scheint der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ein christdemokratischer "Arbeiterführer" zu sein. Da würde es niemanden Wunder nehmen, wenn dieser Mann auf Distanz zu Unternehmern ginge.
Doch nun wundern sich die Wählerinnen und Wähler an Rhein und Ruhr. Denn: Unternehmerinnen und Unternehmer können diesen Ministerpräsidenten mieten. 6000 Euro kosten laut CDU-Preisliste vertrauliche Gespräche mit Rüttgers, 20 000 Euro ein Stand beim CDU-Parteitag im März einschließlich Kuschel-Treffen mit dem Kabinett.
Ist doch nett. Weil: Wenn "alle Macht" vom Volke ausgeht, dann muss sie auch irgendwo hingehen. Warum also nicht in die CDU-Parteikasse? Ist doch nichts dabei. Schließlich: Wenn man schon in Köln korrupt ist, warum sollte man es dann in Düsseldorf nicht auch sein dürfen?
Da aber der Schein gewahrt werden muss, dass es Rüttgers gar nicht auf Euro-Scheine ankommt, hat der er als Ministerpräsident eilends versichert, dass ihm diese Preisliste gänzlich unbekannt gewesen sei. Die stamme vom CDU-Generalsekretär. Der ziehe diese Liste nun zurück.
"Rent a Rüttgers" ist also morgen schon von gestern? Oder wird daraus nach den Landtagswahlen "Rente für Rüttgers"?
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