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Sonntag, 25. April 2021

Begegnung mit Töchterlein

Endlich wirklich Mutti. 
Mutti Merkel ist so glücklich

Die Tasche war schnell abgestellt, das Gespräch sofort eröffnet. Angela Merkel, von den Medien "Mutti" genannt, hat tatsächlich eine Tochter. Sie heißt Annalena, ist 40 Jahre alt und ehemalige Leistungssportlerin. Die Ähnlichkeit ist den beiden sofort aufgefallen. Die Augenbrauen, die Nase, der Blick. Als Angela und Annalena auch noch ihre Ohren verglichen, verflog der letzte Zweifel.

"Du bist aber groß geworden", staunte die glückliche Mutter. "Das war damals also am Dreiecksteich in Hannover doch kein Badeunfall, als ich nach neun Monaten Unwohlsein und gelegentlichen Bewusstseinsstörungen ins Krankenhaus gebracht wurde. Das war ein Quantensprung in meinem Dasein als Frau."

Annalena, die bisher davon ausgegangen ist, dass sie in Hannover zur Welt kam, fand sich mit diesem Irrtum sehr schnell ab: "In Hannover gezeugt worden zu sein, ist doch auch schon was." Das fand Angela auch: "Ich war immer froh, wenn ich mal aus der DDR herauskam. Das hat mich wohl einmal leichtsinnig gemacht."

Mutter und Tochter wollen sich nun häufiger sehen. Auf die Frage von Annalena, ob sie bei der Bundestagswahl mit der Stimme von Angela rechnen dürfe, antwortete die glückliche Mutter: "Alles ist möglich." Da fiel die Tochter ihrer Mutter um den Hals: "Das ist ein toller Spruch für meine Wahlplakate."


 

Dienstag, 10. Juli 2012

Röschen macht es

Erschienen bei Lulu.



















Nicht nur amüsante Geschichten aus dem Redaktionsalltag

Das erfahren die Leserinnen und Leser selten oder gar nicht: Was geschieht hinter den Kulissen der Medien? Nun erfahren sie es aber doch: Aus der bei Lulu erschienenen Broschüre “Ich hörte sein Keuchen hinter meinem Rücken – Als Ursula von der Leyen noch Röschen hieß”, mit ihrem Rad das elterliche Anwesen in Burgdorf bei Hannover verließ und sich ein 14-Jähriger im August 1980 an ihre Reiterstiefel heftete, sollte das unbedingt in der Lokalzeitung stehen, während Polizei und Staatsanwaltschaft jede Auskunft verweigern.

Weitere Informationen

Montag, 4. Juni 2012

Alles lupenrein

Von Schrutin lernen heißt Wahlen gewinnen


Für Gerhard Schröder ist Wladimir Putin "ein lupenreiner Demokrat". Wie die Hells Angels "lupenreine Motorradfahrer" sind. Deswegen haben sie in Hannover den gleichen Anwalt. Doch seit ein paar Jahren ist Angela Merkel an der Macht. Die war schon als FDJ-Sekretärin eine "lupenreine Demokratin". Deswegen spricht sie die gleiche Sprache wie Putin. Bei Syrien stellt sich der "lupenreine Demokrat" aus Moskau allerdings taub. Und Schröder bleibt stumm.

Dafür warnt er jetzt die SPD vor der SPD. Die ist für ihn nur so lange "lupenrein demokratisch", so lange sie nicht auch noch sozial sein will. Schröder ist lieber reich und gesund als arm und links. Denn erst kommt für ihn das Fressen und dann selten die Moral.  Ist für ihn "Gedöns", mit dem niemand Wahlen gewinnt. Braucht die SPD also einen Schrutin.

Kritische Journalisten und Demonstranten in Gefängnisse stecken, findet Schrutin dumm. Darüber regen sich nur andere Völker auf, aber niemand regt sich darüber auf, wenn sozial Schwache isoliert werden. Denn sozial Schwache geben keine Zeitungen und Zeitschriften heraus, sie machen weder Radio noch Fernsehen, sondern sich den ganzen lieben Tag lang Sorgen. Abends sind die schachmatt - und kommen auch bei Wahlen nicht zu Kräften, mit denen man die Wirtschaft ankurbeln könnte.

  

Dienstag, 1. März 2011

Seufzerallee

Die Seufzerallee in Hannover.
1. März 2011

O, Angela, der Lenz ist da, die Opposition singt trallalla, der Karl-Theodor ist nicht mehr da...

Kaum ist Mutti in Hannover, ist sie nicht mehr im Bilde. Dort ist dafür ihr Lieblingssohn. Und bekommt die Genehmigung. Er darf die Familie verlassen. Schon bekommt Mutti einen Anruf. "Ich kann nicht mehr", sagt Karl-Theodor.

Nach diesem Anruf verlässt Mutti die CeBIT und begibt sich zur Seufzerallee in Hannover, die so heißt, weil sich hier Soldaten vor vielen Jahrzehnten von ihren Bräuten verabschiedet haben. Hat mir jedenfalls eine ältere Hannoveranerin erzählt.

Dann wirft sie einen Blick auf die AWD-Arena.  So sehen Sieger aus, denkt sie - und zwar nach Jahren mit vielen Niederlagen. Im Wirbelsäulenzentrum lässt sie ihr Kreuz wieder gerade machen. Mutti verlässt das Zentrum und somit die Seufzerallee. Kehrt zur CeBIT  zurück.

"Smart home" lautet in diesem Jahr das Motto dieser Computermesse. Smart ist der Karl-Theodor gewesen. Home ist er nicht mehr.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Der Polizeichef

29. Juli 2010
Musik und Demos mit Lärm verbunden

"Musik wird störend oft empfunden, weil stets sie mit Geräusch verbunden." Ist von Wilhelm Busch, der in Hannover einem Museum seinen Namen gegeben hat - und gilt nicht nur für Musik, sondern auch für Demonstrationen. Ebenfalls in Hannover. Sagt der dortige Polizeichef. Und will handeln, bevor in der niedersächischen Landeshauptstadt wieder einmal gegen eine Bundeswehr-Veranstaltung protestiert wird. Bei solchen Demonstrationen geht es erfahrungsgemäß besonders lautstark zu. Vor diesem Lärm sollen die Beamten geschützt werden. Aber wie?

Vorschläge.

Der erste Vorschlag scheidet aus. Als es noch die DDR gab, haben bei Demonstrationen in der Bundesrepublik Deutschland immer Leute am Straßenrand gestanden, die den Vorbeigehenden zuriefen: "Haut doch ab nach drüben."

Der zweite Vorschlag ist abgekupfert. Public Viewing. Demonstationen in Hannover werden ohne Ton gefilmt, die Aufnahmen zu einem Ort übertragen, der weit genug entfernt ist. Dort versammeln sich die Polizisten und beobachten das Geschehen. Muss eingegriffen werden, stehen Einsatzfahrzeuge da.

Der dritte Vorschlag ist teuer. Demonstrationswege bekommen links und rechts Lärmschutzwände. Drinnen sind die Protestierenden, draußen die sie Schützenden. Müssen also Gucklöcher her.

Der vierte Vorschlag ist machbar. Die Polizeibeamten schützen ihre Ohren mit Stöpseln.

Der fünfte Vorschlag ist verfassungswidrig. Jede Demonstration wird verboten. Wo nicht demonstriert wird, entsteht auch kein Lärm.

Der sechste Vorschlag ist heikel. Jeder Demonstrant, der nicht schweigend mitmarschiert, wird in Gewahrsam genommen.

Der siebte Vorschlag wird umgesetzt. Demonstrieren dürfen nur noch Taubstumme.