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Donnerstag, 30. Dezember 2021

Trostpflaster

Diario de Notícias, 30. 12. 21
Immerhin: Auf Madeira beliebter als Cristiano Ronaldo 

Merkelpotanien gibt es nicht mehr. Nie wieder wird zwischen Rhein und Oder Milch und Honig fließen. Mutti ist gegangen und hat bei ihrem Abschied zwar im Kanzleramt den Farbfilm vergessen, aber so bunt wird es trotzdem nie wieder. 

Trösten mag uns das Ergebnis einer Wahl auf der Atlantik-Insel Madeira, bei der Angela Merkel Cristiano Ronaldo und den Papst auf die Plätze verwiesen hat. Hier klicken

Samstag, 4. September 2021

Beifall klatschen

Raus auf die Balkone

Die Deutschen stellen sich am 26. September auf ihre Balkone und klatschen von 18 bis 19 Uhr Angela Merkel Beifall. Denn sie ist eine Heldin des Bundeskanzleramtes. In 16 Jahren hat sie kein einziges Mal regiert, weil die Deutschen so etwas schon lange nicht mehr mögen. Sie hat stets erst abgewartet und dann darauf gewartet, dass sie auf etwas anderes warten kann. Bis das Warten alternativlos war. 

Nicht alle in ihrer Regierung taten es ihr nicht gleich. Doch das Schlimmste konnte sie stets verhindern.  Die Lohnuntergrenze kam nicht, sondern nur der von vielen Firmen nie gezahlte Mindestlohn, die Maut kam nicht, sondern nur Armin Laschet als CDU/CSU-Kanzlerkandidat, weil er die meisten Autobahnkilometer hat, Wire Card hätte sie beinahe den Chinesen angedreht, wenn die keine Zeitung lesen würden, Olaf Scholz ist inzwischen beliebter als sie, weil er nicht einmal seinen Kalender lesen kann, die Elektroautos, die in Deutschland gebaut werden, brennen schon, bevor sie 130 km/h fahren, was ein Tempolimit unnötig macht.

Alles kommt zu der, die warten kann, sagt der Volksmund.  So ist es auch bei Angela Merkel gekommen-und die Deutschen werden am 26. September auf ihren Balkonen stehen und ihr Beifall klatschen.  Dann werden sie das Licht ein- und ausschalten. Wie Angela Merkel die Atomkraftwerke.   

Sonntag, 25. April 2021

Begegnung mit Töchterlein

Endlich wirklich Mutti. 
Mutti Merkel ist so glücklich

Die Tasche war schnell abgestellt, das Gespräch sofort eröffnet. Angela Merkel, von den Medien "Mutti" genannt, hat tatsächlich eine Tochter. Sie heißt Annalena, ist 40 Jahre alt und ehemalige Leistungssportlerin. Die Ähnlichkeit ist den beiden sofort aufgefallen. Die Augenbrauen, die Nase, der Blick. Als Angela und Annalena auch noch ihre Ohren verglichen, verflog der letzte Zweifel.

"Du bist aber groß geworden", staunte die glückliche Mutter. "Das war damals also am Dreiecksteich in Hannover doch kein Badeunfall, als ich nach neun Monaten Unwohlsein und gelegentlichen Bewusstseinsstörungen ins Krankenhaus gebracht wurde. Das war ein Quantensprung in meinem Dasein als Frau."

Annalena, die bisher davon ausgegangen ist, dass sie in Hannover zur Welt kam, fand sich mit diesem Irrtum sehr schnell ab: "In Hannover gezeugt worden zu sein, ist doch auch schon was." Das fand Angela auch: "Ich war immer froh, wenn ich mal aus der DDR herauskam. Das hat mich wohl einmal leichtsinnig gemacht."

Mutter und Tochter wollen sich nun häufiger sehen. Auf die Frage von Annalena, ob sie bei der Bundestagswahl mit der Stimme von Angela rechnen dürfe, antwortete die glückliche Mutter: "Alles ist möglich." Da fiel die Tochter ihrer Mutter um den Hals: "Das ist ein toller Spruch für meine Wahlplakate."


 

Freitag, 17. Juli 2020

Große Kunst

Vertrauen mit Nichtwissen vermitteln

"Markus Thomas Theodor Söder ist ein deutscher Politiker. Er ist seit dem 16. März 2018 Ministerpräsident des Freistaates Bayern und seit dem 19. Januar 2019 CSU-Parteivorsitzender. Seit 1994 gehört Söder dem Bayerischen Landtag an."

Diesen Wikipedia-Eintrag hat sich Mutti schon einmal an ihre Pin-Wand geheftet.  Daneben hängt ein Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" mit dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vom 16. Juli 2020. "Den Menschen das Vertrauen vermitteln zu können, dass man das Land auch unter den schwierigsten Bedingungen steuern kann, dass man Antworten weiß, ohne dass man sie weiß-dieses Vertrauen zu stiften, ist eine große Kunst. Konrad Adenauer hat das in einer unglaublichen Weise geleistet. Willy Brandt hat das in der kurzen Zeit seiner Kanzlerschaft auch getan. Und Angela Merkel hat es natürlich auf ihre Weise auch phänomenal geschafft, vielleicht nicht zu jedem Zeitpunkt, aber jedenfalls in der Krise", diese Sätze von Schäuble sind rot unterstrichen. 

Die Vermutung der "Zeit", dass sich Jens Spahn vor dem CDU-Bundesparteitag aus dem Team mit Armin Laschet lösen wird, um selbst CDU-Vorsitzender zu werden, hat Mutti rausgeschnitten und in den Papierkorb geworfen.  Denn dass Spahn als CDU-Chef Markus Söder zum Kanzlerkandidaten der Union kürt, kommt für sie nicht infrage.  Das weiß sie ausnahmsweise genau und wird das der CDU auch noch vermitteln. Als große Kunst. 

Derzeit lobt sie bei Freundschaftsbesuchen Söder-sobald der meint, dass er das volle Vertrauen der Kanzlerin genießt, ist es um ihn geschehen.  Denn vergiftetes Lob kann sie besser als Wolfgang Schäuble. 




Dienstag, 21. Mai 2019

Zwei Neuwahlen

Für den Anschluss an Österreich

Damit Deutschland nicht den Anschluss an Österreich verliert, wird in immer mehr Redaktionsstuben über Neuwahlen nachgedacht. Denn große Koalitionen in beiden Ländern, das würde doch bedeuten: Hier zu Lande nach dem Basta-Kanzler weiter die Asthma-Kanzlerin, dort zu Lande wieder gelebte Abneigung bei jeder Kabinettssitzung.

Richten sollen es die Europawahlen. Die SPD weiß bereits, dass sie schlecht abschneiden wird, die CDU gewöhnt sich allmählich daran. Außerdem wollen die deutschen Großkoalitionäre ihre Zusammenarbeit sowieso auf den Prüfstand stellen. In Österreich und in Deutschland könnte also im September neu gewählt werden. Der März ist leider schon vorüber. 

Bis zu den Neuwahlen soll die österreichische Regierung mit Experten angereichert werden. Das allerdings wäre für Deutschland etwas völlig Neues. Merkel verlässt sich lieber auf Allrounder wie Peter Altmaier, der nichts kann, das dafür aber perfekt. 

Damit Deutschland nicht den Anschluss an Österreich verliert, muss also noch so manches passieren. 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Dreimal werden wir noch wach

Heißa, dann wird Mutti ersetzt

Der Jens hat gestern noch einmal das für ihn zuständige Jobcenter angerufen. Seine Fallmanagerin erklärte ihm zum wiederholten Male, dass jeder Job zumutbar ist. Außerdem sei Vorsitzender der CDU nicht gleichbedeutend mit Armut. Sollte er nicht gewählt werden, könne er immer noch kellnern.

Der Friedrich hat sich gestern noch einmal eine Sondergenehmigung von der Umweltbehörde seiner Gemeinde geholt, weil er weitere Kontoauszüge in seinem Garten verbrennen will. Sollte er nicht gewählt werden, macht er Online-Banking. 

Die Annegret hat gestern noch einmal einen Mini von Merkel probiert. Steht ihr immer noch nicht. Sollte sie nicht gewählt werden, zieht sie wieder ins Saarland und an, was sie will. 


Donnerstag, 1. November 2018

Jetzt fallen Spähne

Der Kandidat, der auf einen Bierdeckel passt

2002 hat Angela Merkel Friedrich Merz ausgeschaltet, jetzt hat sich Friedrich Merz wieder eingeschaltet. Er will als CDU-Vorsitzender die Lücken schließen, die für die Bundeskanzlerin alternativlos gewesen sind. Bei der Wahl im Dezember werden Spähne fallen. Der Jens beispielsweise. Und die Annegret wird zum Karren-Bauer, den sie selbst vor die Wand fährt.

Weil das so kommen könnte, fürchtet der Stephan aus Hannover schon um die große Koalition. Macht sonst ja keiner. Dabei ist die SPD höchst unwillig erneut an die Macht gekommen. Sie wurde von der FDP dazu gezwungen. Christian Lindner wollte lieber gar nicht regieren als so, wie das von der FDP zu erwarten gewesen wäre. 

Wer für ein Amt nicht mehr kandidiert, muss sich von den Medien viel gefallen lassen. Bewunderung bekommt nur, wer so raffiniert ist wie Angela Merkel vor 18 Jahren. Da hat sie den Edmund Stoiber zum aussichtslosen Kanzlerkandidaten gemacht und bekam dafür den Fraktionsvorsitz von Friedrich Merz. Der verschwand grollend und wurde als Schmuddelkind erfolgreich.

Der Friederich, der Friederich war früher ein arger Wüterich, doch nun hat sich der Struwwelpeter die Haare gekämmt. Die neue Frisur steht ihm gut. "Sollte Merz im Dezember als Sieger aus der Abstimmung hervorgehen, würden wir Amerikaner uns sicherlich freuen", heißt es bereits in amerikanischen Wirtschaftskreisen. 

Ein Bierdeckel hat Friedrich Merz berühmt gemacht. Dabei sollte es bleiben...Mal sehen, wie raffiniert Angela Merkel dieses Mal ist. Einen Kandidaten, der auf einen Bierdeckel passt, muss sie schließlich nicht mehr schrumpfen.  


Dienstag, 18. September 2018

Die Angleichung

Frisch aus Merkels Garten.
Nicht nur Wetter wie in einer Bananenrepublik

Wie die Angela das aber auch immer hinkriegt! Hans-Georg Maaßen wird zwar als Verfassungsschutzpräsident entlassen, dafür wurde er von Horst Seehofer aber als Staatssekretär eingestellt. Eine solche Postenschacherei kennt man eigentlich nur aus Bananenrepubliken, aber in diesem Sommer gleicht sich nicht nur das Wetter an.

Allein hingekriegt hat die Angela das aber nicht. Die SPD-Chefin Andrea Nahles hat zugestimmt. Es gleicht sich also nicht nur das Wetter an, sondern auch der Verfassungsschutz, das Bundesinnenministerium und die SPD. Die sind nun alle in noch schlechterer Verfassung.

Tatsächlich entlassen worden ist dagegen heute ein Tatverdächtiger aus Chemnitz. Auch bei Angela kann nicht alles klappen. 

Montag, 19. Februar 2018

Das Interview

CDU-Wahlkampfmotto 2047.
Merkel rechnet mit Wiedereinzug der SPD
Man würde sie auf Mitte 80 schätzen, wenn sie einem beim Skilanglauf begegnen würde. Ratgeber-Autor Heinz-Peter Tjaden hat sich vier Wochen vor der Bundestagswahl im Herbst 2047 mit der Kanzlerin unterhalten.
Frau Bundeskanzlerin, Sie sind nun seit 42 Jahren im Amt und treten noch einmal an. Lautet Ihr Motto „Alter schützt vor Kanzlerschaft nicht?“

Sonntag, 21. Januar 2018

Angela betet

Martin mag Frauen, deren Vorname
mit A beginnt. 
SPD-Vorstand stimmt für Kanzlerinnenverstärkungsgesetz

Angela Merkel soll schon gebetet haben. Denn ihre Chancen, noch bis in die zweite Jahreshälfte Kanzlerin zu bleiben, sind gestiegen. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass man im demokratischen Deutschland eine Regierungschefin nicht so schnell los wird wie am 18. Oktober 1989 einen Regierungschef in der diktatorischen DDR.

Das befristete Kanzlerinnenverstärkungsgesetz ist heute von der SPD bei einem Parteitag in Bonn verabschiedet worden. Mit den Stimmen des SPD-Vorstandes wurde es auf den sechsmonatigen Weg gebracht. Die Delegierten hatten dabei zwar gemischte Gefühle, aber 362 Ja-Stimmen bei 642 abgegebenen Stimmen blieben auch beim Nachzählen eine vom SPD-Vorstand möglich gemachte Mehrheit (45 Stimmen). 

Martin Schulz hat Angela Merkel umgehend mit "harten Koalitionsverhandlungen" gedroht, doch aus der Union heißt es bereits, dass die Meinung der SPD-Mitglieder nicht ausschlaggebend sein kann. Das ist der Kanzlerin nicht neu vorgekommen. Das war auch schon in der FDJ und in der SED so. Sie soll deswegen Martin Schulz bereits geraten haben: "Bei der Abstimmung der SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag sollten 99,9 Prozent dafür stimmen. Sonst müsste ich mich auf meine alten Tage noch umgewöhnen."

Montag, 25. September 2017

Angela leidet

Wann ruft Martin an?
Heute kehren Angela und Martin die Wahlsplitter zusammen. Sie haben sich vorübergehend getrennt. Angela schaut immer wieder auf ihr Handy. Es bleibt stumm. Martin, denkt sie, Martin, ruf doch endlich an! Ich will keine Wohngemeinschaft mit diesem Schnösel, der außer einem Dreitage-Bart nichts zu bieten hat, mir graust auch schon vor dem Gedanken, mit Katrin bei veganem Essen an einem Tisch zu sitzen.

Freitag, 14. Juli 2017

The same procedure

Auch Martin Schulz wird über die
Katze Merkel stolpern.
Venceremos ist nicht

Die SPD ist in den Umfragen fast wieder dort angekommen, wo sie mit Sigmar Gabriel aufgehört hat. Es riecht erneut nach einem Wahl-Dinner für gut 20 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die Hunger auf eine Stimmabgabe verspüren. Und jetzt meinen auch noch 81 Prozent der Deutschen, dass Martin Schulz an der versalzenen Demoskopen-Suppe keine Schuld trägt. Schlimmer kann es für die SPD also nicht mehr kommen.

Wie der Butler James werden die Sozialdemokraten dem 24. September entgegen taumeln und über die verdammte Katze stolpern, die dem Wahlsieg der SPD im Wege liegt, weil sie sich als Kanzlerin genauso oft rührt wie als Wahlkämpferin. Der Merkel geben es die Wählerinnen und Wähler im Schlaf.

Auch "Venceremos" hilft da nicht mehr. Die Niedersachsen-SPD hat es im Netz peinlicherweise schon versucht. Sofort hagelte es Proteste. Dieses politische Kampflied aus Chile, mit dem Salvador Allende 1970 in den Wahlkampf zog, hielt niemand für passend und hätte wohl auch nur so passend gemacht werden können: Die SPD hätte unverzüglich sozialistisch werden müssen, und Martin Schulz müsste Selbstmord begehen, während vor dem Willy-Brandt-Haus Schüsse fallen. Aber woher so schnell einen Pinochet nehmen und nicht importieren? Nicht einmal die USA würden derzeit dafür Geld ausgeben. 

Die Schlange der Kandidaten, die nach einer Wahl "Wer hat uns verbraten, Sozialdemokraten" singen, wird von Martin Schulz verlängert. Lang lebe the same procedure!  

Sonntag, 14. Mai 2017

Überall SPD-Rücktritte

Sozialdemokraten verlassen Bundesregierung

Nach der heutigen Klatsche in Nordrhein-Westfalen ist Hannelore Kraft als Landesvorsitzende der SPD zurückgetreten. Morgen sollten alle SPD-Ministerinnen und -Minister in der Bundesregierung folgen, damit sich die FDP nicht mehr fragen muss, ob Angela Merkel oder Andrea Nahles Bundeskanzlerin ist.

Da kümmern sich die Sozialdemokraten in Berlin um alles, was wichtig ist, und wenn es ums Wählen geht, geht alles schief. Wie zwischen den Wahlen bei den CDU- und CSU-Vertretern im Kabinett von Mutti, die immer das macht, was sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr vermeiden lässt. Bis dahin schickt sie ihre Regierungssprecherin Ursula von der Leyen in die Talkshows.

Sogar von Demoskopen muss sich die SPD schon verarschen lassen. Ob Landtagswahl im Saarland, in Schleswig-Holstein oder Nordrhein-Westfalen, die angeblichen Erforscher der manipulierten Wählermeinungen arbeiten immer nach dem gleichen Schema: Sieht sehr gut aus für die SPD, könnte knapper werden als von uns behauptet, wird sehr knapp, die CDU führt hauchdünn. Und dann verliert die SPD haushoch. 

Das liegt eben daran, dass sich viele Wählerinnen und Wähler erst im letzten Moment entscheiden, behaupten die Demoskopen nach den Wahlen und fangen mit ihrer SPD-Verarschung von vorne an.

Man stelle sich nur einmal vor, nach den SPD-Rücktritten in der Bundesregierung müsste sich Alexander Dobrindt um den Arbeitsmarkt kümmern, da würde seine Maut doch im Nu als Erfolgsmodell gelten. Thomas de Maiziére würde mit allem, was er als Außenminister sagt, seine Gesprächspartner mehr verwirren als mit dem, was er nicht sagt. Noch peinlicher wäre der Bundesgesundheitsminister als, aber lassen wir das, wie der heißt, weiß doch niemand. Deshalb stehen die Krankenhäuser auch so da wie sie dastehen.

Also, Martin Schulz, machet! 

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Obergrenzen-Horst

Geht in die Opposition

Das schaut sich Mutti immer wieder in der ARD-Mediathek an. Ihr Glück kann sie immer noch nicht fassen. Sie wird nächstes Jahr den Horst los. Die CSU, die in Bayern schon viele Obergrenzen (Beispiele: Zahl der unehelichen Kinder, zulässiger Intelligenzquotient) eingeführt hat, will auch eine Obergrenze für die Zuwanderung. Sonst - so der Horst in einem ARD-Interview - schwächt die CSU die Bundesregierung nicht mehr. 

Da Opposition nur Scheiße ist, wenn man gute Ideen hat, fragt sich Mutti, warum die erste gute Idee der CSU Horst sogleich in die Opposition führt. Sie selbst ist immer mit einer guten Idee über die Regierungsrunden gekommen. Für die nächste Legislaturperiode braucht sie keine mehr. Die von Horst reicht. CSU in der Opposition findet man schließlich nur in Bayern Scheiße.  

Samstag, 29. Oktober 2016

Genug gewetzt

Mutti muss einvernehmlich
draußen bleiben. 
Horst ohne Mutti bei CSU-Parteitag

Wie oft ist Mutti seit Mitte Oktober zu ihrem Briefkasten gewetzt! Zählen kann das niemand mehr. Und immer im Briefkasten keine Einladung von dem Horst aus München, den Mutti so sehr mag. Außer sie hat kein Mikrophon in der Hand, weil der Horst ihr keins gegeben hat.

Das soll dieses Jahr anders sein. Mutti hat ihre Schuhe zum Schuster gebracht, der bei seinen Leisten bleibt wie Mutti während des CSU-Parteitages zuhause. Zu tun hat sie genug. Nebenbei muss sie auch noch Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident verhindern. 

Dass Mutti nicht fährt, lässt sie keinesfalls aus der Haut fahren, die Ausladung hat sie höchst einvernehmlich mit dem Horst vereinbart. Der will beim CSU-Parteitag keinesfalls ohne Mutti Front gegen Mutti machen, sondern gegen die Linksfront. Zu der gehört Mutti bekanntlich nicht. Denn Linksfront ist etwas ganz Böses, Mutti ist manchmal nur störrisch. 

Linksfront ist für die CSU zwar eigentlich alles, was Flüchtlinge nicht zum Schießen findet, aber zur AfD abgrenzen wird sich der Horst trotzdem. Die Schalker behaupten ja auch immer, dass die Dortmunder keinesfalls Fußball spielen...

Montag, 5. September 2016

Mutti verwundet

Wenn sich nur noch die AfD vermehrt

Mutti hat sich heute Morgen erst einmal selbst eine Ansichtskarte aus Mecklenburg-Vorpommern geschickt, weil sie nicht mehr sicher ist, ob sie wirklich aus diesem Bundesland kommt. In ihre nächste Rede will sie unbedingt den Satz "Ich bin eine Berlinerin" einbauen. Damit sie sich wieder wie ein freier Mensch fühlen kann. Mecklenburg-Vorpommern will sie erst einmal meiden, dort sagen zu viele "Ich kenne die. Die ist igitt." Die haben gestern die AfD gewählt. Das nimmt besonders die CSU übel. Diese Partei nimmt immer übel, wenn sie rechts überholt wird, was sie nicht völlig zu Unrecht für unmöglich hält.

Wunden geleckt werden in allen Parteizentralen nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Die SPD hat gewonnen, aber doch verloren. Zum Glück aber auch ihren Koalitionspartner. Sie muss einen neuen finden, wenn es gut läuft, dann findet sie die Linken wieder, weil eine Große Koalition eigentlich niemand gut findet. 

Das könnte dann ein Signal für die Bundestagswahl sein. Bei der aber leider die Grünen nicht aus dem Parlament fliegen werden. Dazu gibt es im Bundesgebiet zu viele Nachdenkliche, die derzeit noch überlegen, wo sie eigentlich das Sternchen platzieren müssen, wenn sie bestreiten wollen, dass es doch einen Unterschied macht, wenn jemand als Frau oder als Mann zur Welt kommt, was eigentlich gut ist, weil sich sonst nur noch die AfD vermehren würde, was die ihren eigenen Angaben zufolge besonders gut kann, denn Dummheit vermehrt sich immer besonders gut.

Doch Dummheit rächt sich auch. Derzeit bei der CDU. Mutti weiß nämlich gar nicht mehr, was sie zu ihrer Flüchtlingspolitik sagen soll. Mutti ist eben ein schreckhaftes Mädchen. Hoffentlich beichtet sie jetzt nicht auch noch, dass die richtigen Entscheidungen in der Flüchtlingspolitik allesamt falsch gewesen sind. 

Auch die NPD und die FDP sind nicht im nächsten Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Viele Neofaschisten fühlen sich in der AfD besser aufgehoben, die FDP hat sich schon oft Politik für später aufgehoben.

Und die Moral von der Geschicht: Jeder Fünfte in Mecklenburg-Vorpommern spielt gern mit den Schmuddelkindern. Früher nur an Stammtischen, jetzt auch an der Wahlurne. Die Bierpreise sollten also schnellstmöglich gesenkt werden.   

Samstag, 27. August 2016

Merkel will es wissen

Sprechen Migranten zuhause auch nicht?

"Staat will mehr über Migranten wissen." Titelt "Bild" einen laut Kommentator Ernst Elitz (Gründungsintendant des Deutschlandradios) "richtigen Versuch". Merkel möchte gern wissen, ob Flüchtlinge und andere aus unerfindlichen Gründen Zugereiste Deutsch sprechen, wenn sie unter sich sind. Die Antworten sind laut Merkel so anonym, dass jede falsche Angabe beim Mikrozensus mit einem Zwangsgeld bestraft wird. 

Das ist zwar nicht sehr nett von ihr, aber nett ist die Bundeskanzlerin auch nicht mehr zu Ronald Pofalla, weil der demnächst als Bahn-Chef jede Zugverspätung mit Schneeverwehungen auf dem Montblanc begründen würde. Derzeit sagt auch der ehemalige Kanzleramtsminister nichts, er ist noch mit der Lagerung wertvoller Füller beschäftigt. 

So viel Deutsch sprechen Flüchtlinge und andere aus unerfindlichen Gründen Zugereiste sicherlich auch, wenn sie unter sich sind. Darum können sie beim nächsten Mikrozensus auf die Frage "Sprechen Sie zuhause Deutsch?" getrost antworten: "Die Menge der zwischen uns ausgetauschten Wörter in deutscher Sprache entspricht der Menge der ausgetauschten Wörter in deutscher Sprache zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem ehemaligen Vertrauten." Merkel bezahlt das Zwangsgeld...

Samstag, 16. April 2016

Deutschland-Trend

Merkel liefert Böhmermann nicht aus, aber...

Ersten Umfragen zufolge wissen 60 Prozent der Deutschen nicht, was ein Gedicht ist, 99 Prozent kennen Jan Böhmermann nicht und Erdogan steht zum ersten Mal in den Top Ten der “beliebtesten deutschen oder in Deutschland einflussreichen Politiker”. Mit einem Sympathiewert von minus 5,9 liegt er knapp vor Sigmar Gabriel.

Alle Fakten zum Fall Böhmermann

Montag, 18. Januar 2016

Mutti hat Kummer

Wo sie auch hinhört: Ultimatum

Bisher ist ihre Politik stets alternativ - los ist jetzt aber eine Menge. Wo Mutti auch hinhört, es klingt immer nach einem Ultimatum. Auch die SPD setzt sich inzwischen von den Flüchtlingen ab - während ein Landrat aus Landshut Flüchtlinge in Berlin absetzen will.

"Wir müssen es schaffen, den Zuzug zu reduzieren", sagt Sigmar Gabriel. Zuverlässigen Quellen zufolge hat er das erkannt, als er in einem Supermarkt hinter zwei Flüchtlingen stand. Die waren eher am Zug und er schaute zu.

Auch der leider noch nie ausgewiesene Philosoph Edmund Stoiber, der 2002 als Unions-Kanzlerkandidat unvergessliche Weisheiten wie "Kinder sind ähm..." verbreitet hat, weil sie bis dahin gänzlich unbekannt waren, will Mutti bis Ende März auf Trab bringen. Sie soll endlich ihre Flüchtlingspolitik ändern, obwohl Sigmar Gabriels Stellvertreter Thorsten Schäfer-Gümbel ihr vorwirft, sie mache gar keine. Politikwissenschaftlern zufolge schadet das der SPD.

Mutti hat eine Richtung vorgegeben, die den ganzen Bogen spannt, meint dagegen Ursula von der Leyen aus Burgdorf-Beinhorn, wo sie auch schon einen Flüchtling aufgenommen hat. Der will Pilot werden. Trotzdem hört man von Bundespräsident Joachim Gauck nichts. Denn in der Flüchtlingspolitik geht es nicht um grenzenlose Freiheit - und wenn es um Grenzen geht, hat er schon die Pyrenäen mit den Alpen verwechselt - auch dabei ging es um einen Piloten...Das macht den Bundespräsidenten vorsichtig. Bevor der noch einmal zu einem Atlas mit Fehldrucken greift, greift der nicht in diese Diskussion ein.

Ein Sozialpsychologe will inzwischen bei seinen Veranstaltungen herausgefunden haben, dass sich die Menschen, die Flüchtlingen helfen, nicht beirren lassen. Bei Mutti könnte das genauso sein, denn alles, was sie tun soll, geht nicht. Oder Europa geht den Bach herunter. Dabei ist Europa - östlich betrachtet - schon heruntergekommen genug.  
  

Donnerstag, 12. November 2015

"Niemand hat die Absicht"

Stein auf Stein, Europa muss von Flüchtlingen
befreit sein. 













Europa einzuzäunen

Angela Merkel hat als Bundeskanzlerin stets die Wahrheit gesagt. Wie früher der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht. Die Medien zitieren Politiker nur immer falsch. Ulbricht hat 1961 tatsächlich gesagt: "Nicht nur wir haben die Absicht, eine Mauer zu errichten." Das war auch 1961 schon richtig. Hilfe kam von westdeutscher Unternehmerseite per Materiallieferung. 

Merkel hat kürzlich keinesfalls "Wir schaffen das" gesagt, sondern "Wir schaffen das ab." Erste Hilfe kam von Ungarn. Doch der Zaun reichte nicht. Flüchtlinge suchten sich neue Wege. 

Jeder Weg soll Flüchtlingen jetzt versperrt werden. Finnland verlangt das von Russland, Merkel bezahlt dafür die Türken. Die sind besonders verlässlich. Bei Erdogan beispielsweise kann man sich darauf verlassen, dass er so lange wählen lässt, bis seine Macht vollkommen ist. Daran arbeitet Erdogan weiter. In der türkischen Verfassung soll seine Führungsrolle festgeschrieben werden. Irgendwie wird in Europa alles DDR. Jetzt auch beim Einzäunen.

Flüchtlinge, die Anspruch auf Asyl haben, gibt es schon bald nicht mehr. Den Syrern zeigte man schon einmal, was CDU-Sache ist. Aus drei Jahren und Familienzusammenführung ist erst ein Jahr ohne Familienzusammenführung und jetzt Abschiebung geworden. 

Das Chaos wird zwar immer größer, so will Schleswig-Holstein Flüchtlinge nach Bayern zurückschicken, weil sie nicht mehr nach Schweden kommen, aber wenn man Europa weiter einzäunen will, muss man schon dafür sorgen, dass Flüchtlinge irgendwo nicht mehr weiterkommen, bis sie gar nicht mehr nach Europa kommen.

Dann - und nur dann kann Merkel in ihrer Neujahrsansprache sagen: "Wir haben es geschafft. Mit Flüchtlingen haben wir keine Probleme mehr." Der Zaun muss nur noch einen Namen bekommen. Die DDR hat die Mauer "antifaschistischer Schutzwall" genannt, sollte heißen: Steine schützen eine Idee. Wer oder was schützt die europäische Idee?