Posts mit dem Label CDU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label CDU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 21. Mai 2019

Zwei Neuwahlen

Für den Anschluss an Österreich

Damit Deutschland nicht den Anschluss an Österreich verliert, wird in immer mehr Redaktionsstuben über Neuwahlen nachgedacht. Denn große Koalitionen in beiden Ländern, das würde doch bedeuten: Hier zu Lande nach dem Basta-Kanzler weiter die Asthma-Kanzlerin, dort zu Lande wieder gelebte Abneigung bei jeder Kabinettssitzung.

Richten sollen es die Europawahlen. Die SPD weiß bereits, dass sie schlecht abschneiden wird, die CDU gewöhnt sich allmählich daran. Außerdem wollen die deutschen Großkoalitionäre ihre Zusammenarbeit sowieso auf den Prüfstand stellen. In Österreich und in Deutschland könnte also im September neu gewählt werden. Der März ist leider schon vorüber. 

Bis zu den Neuwahlen soll die österreichische Regierung mit Experten angereichert werden. Das allerdings wäre für Deutschland etwas völlig Neues. Merkel verlässt sich lieber auf Allrounder wie Peter Altmaier, der nichts kann, das dafür aber perfekt. 

Damit Deutschland nicht den Anschluss an Österreich verliert, muss also noch so manches passieren. 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Dreimal werden wir noch wach

Heißa, dann wird Mutti ersetzt

Der Jens hat gestern noch einmal das für ihn zuständige Jobcenter angerufen. Seine Fallmanagerin erklärte ihm zum wiederholten Male, dass jeder Job zumutbar ist. Außerdem sei Vorsitzender der CDU nicht gleichbedeutend mit Armut. Sollte er nicht gewählt werden, könne er immer noch kellnern.

Der Friedrich hat sich gestern noch einmal eine Sondergenehmigung von der Umweltbehörde seiner Gemeinde geholt, weil er weitere Kontoauszüge in seinem Garten verbrennen will. Sollte er nicht gewählt werden, macht er Online-Banking. 

Die Annegret hat gestern noch einmal einen Mini von Merkel probiert. Steht ihr immer noch nicht. Sollte sie nicht gewählt werden, zieht sie wieder ins Saarland und an, was sie will. 


Donnerstag, 1. November 2018

Jetzt fallen Spähne

Der Kandidat, der auf einen Bierdeckel passt

2002 hat Angela Merkel Friedrich Merz ausgeschaltet, jetzt hat sich Friedrich Merz wieder eingeschaltet. Er will als CDU-Vorsitzender die Lücken schließen, die für die Bundeskanzlerin alternativlos gewesen sind. Bei der Wahl im Dezember werden Spähne fallen. Der Jens beispielsweise. Und die Annegret wird zum Karren-Bauer, den sie selbst vor die Wand fährt.

Weil das so kommen könnte, fürchtet der Stephan aus Hannover schon um die große Koalition. Macht sonst ja keiner. Dabei ist die SPD höchst unwillig erneut an die Macht gekommen. Sie wurde von der FDP dazu gezwungen. Christian Lindner wollte lieber gar nicht regieren als so, wie das von der FDP zu erwarten gewesen wäre. 

Wer für ein Amt nicht mehr kandidiert, muss sich von den Medien viel gefallen lassen. Bewunderung bekommt nur, wer so raffiniert ist wie Angela Merkel vor 18 Jahren. Da hat sie den Edmund Stoiber zum aussichtslosen Kanzlerkandidaten gemacht und bekam dafür den Fraktionsvorsitz von Friedrich Merz. Der verschwand grollend und wurde als Schmuddelkind erfolgreich.

Der Friederich, der Friederich war früher ein arger Wüterich, doch nun hat sich der Struwwelpeter die Haare gekämmt. Die neue Frisur steht ihm gut. "Sollte Merz im Dezember als Sieger aus der Abstimmung hervorgehen, würden wir Amerikaner uns sicherlich freuen", heißt es bereits in amerikanischen Wirtschaftskreisen. 

Ein Bierdeckel hat Friedrich Merz berühmt gemacht. Dabei sollte es bleiben...Mal sehen, wie raffiniert Angela Merkel dieses Mal ist. Einen Kandidaten, der auf einen Bierdeckel passt, muss sie schließlich nicht mehr schrumpfen.  


Samstag, 22. Juni 2013

Schläfer-CDU

Ein Herz für Doofe

Einmal in der Woche bekomme ich von der CDU aus Niedersachsen einen Wochenbericht. Im heutigen heißt es: "War bisher vorgesehen, die bestehenden Förderschulstrukturen als Wahlangebot weitgehend aufrecht zu erhalten, will Rot-Grün nun schrittweise nahezu alle Förderschulen abschaffen."

Glaubt diese Partei wirklich, sie habe mit Kohl ("Ich habe mein Ehrenwort" - einem Spendenbetrüger gegeben) und Merkel ("Das Internet ist für uns neu") die Wählerschaft dermaßen eingeschläfert, dass die nie wieder aus dem Schlaf schreckt? Förderschulen verstoßen gegen eine UNO-Konvention, weil sie nicht nur Diskriminierung bedeuten, sondern auch die Statistik verfälschen.

Das ist das Dilemma der Partei. In Bayern propagiert die CSU die Zwergschule und besucht sie auch noch selbst. Deswegen müssen die heute Verwandte beschäftigen, damit sie nach dem Dienst wieder nach Hause finden.

Wie heißt es doch so schön in der Bibel: "Wahrlich, Ihr seid die Rechten. Mit Euch wird die Weisheit untergehen."

Sonntag, 14. August 2011

Christian von Boetticher

14. August 2011

Wenn ein Jurist anziehend wirkt

Wie hoch ist in der Nord-CDU eigentlich der sexuelle Neidfaktor? Und warum zieht der Landes- und Fraktionschef der Partei den Schwanz ein, wenn er - wie Oliver Kahn sagen würde - Eier haben sollte?

Jede Zeitung erzählt die Geschichte zwar ein wenig anders, aber die Wortwahl ist stets so seltsam, dass man den Eindruck haben könnte, dass die Verfasser sehr verklemmt sind.

Die Geschichte in Kurzfassung: Christian von Boetticher lernt im Internet eine junge Frau kennen, verliebt sich in sie, verbrngt mit ihr nach eigenen Worten "eine wundervolle Zeit". Dann trägt sich CDU-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen mit Rücktrittsgedanken, will im Mai 2012 bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein nicht wieder antreten.

Von Boetticher ist der umstrittene Kronprinz und fürchtet, dass sich die Liebesgeschichte herumspricht und laut "Bild am Sonntag" (BamS) von der Öffentlichkeit "nie akzeptiert werden würde". Also trennt er sich von der jungen Frau. Aus Altersgründen!

Einmal abgesehen davon, dass "Bild am Sonntag" nicht die Öffentlichkeit, sondern die Medienöffentlichkeit meint, fragt man sich bei diesen in der BamS abgedruckten Zeilen, wie spießig die Springer-Blätter sind: "Doch jetzt fällt ein Schatten auf die politische Zukunft des Jungstars."

Vier Redakteure der "Bild am Sonntag" beschäftigen sich mit dem angeblichen Schattendasein des 40-Jährigen: Michael Backhaus, Martin S. Lambeck, Kayhan Özgenc und Olaf Wilke. Haben die nichts Besseres zu tun?

"Chef der Nord-CDU soll Minderjährige geliebt haben", titelt derweil die "Welt" und beruft sich dabei auf den BamS-Bericht. Noch peinlicher wird es heute Abend. Christian von Boetticher hat eine Sondersitzung des CDU-Landesvorstandes einberufen. Wie muss man sich den Verlauf vorstellen, wenn sexuelle Neidhammel auf einer Bettkante Platz nehmen?

Vielleicht so: Christian von Boetticher zeigt Fotos von der jungen Frau herum, verrät, wie er sie bei Facebook kennengelernt hat. Peter Harry Carstensen pfeift erst anerkennend, sagt dann aber: "Das geht so nicht!" Die anderen Vorstandsmitglieder surfen gedanklich schon im Internet. Müssen aber noch bleiben, bis Christian von Boetticher das Büßergewand anzieht. Schließlich einigt man sich auf diese Presseerklärung: "Christian von Boetticher bedauert zutiefst seinen Fehltritt und gibt sein Ehrenwort, dass er sich zukünftig nur noch in Frauen seines Alters oder älter verlieben wird. Der Landesvorstand der CDU nimmt zur Kenntnis, dass auch ein promovierter Volljurist wie unser Partei- und Fraktionschef anziehend wirken kann. Nun zieht er sich aber nicht mehr vor einer jungen Frau aus, sondern zieht mit uns in den Wahlkampf."

Die Liebe, heißt es, hält sich an keine Regeln und an kein Gesetz. Bei der Nord-CDU jedoch fällt sie von der Karriereleiter. Ein größeres Armutszeugnis kann sich eine Partei nicht ausstellen...

Samstag, 28. November 2009

Mit dem Zweiten?

28. November 2009
Roland Koch entlässt ZDF-Chefredakteur

Wieder einmal “brutalst möglich”: Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender absägen lassen. Nach zehn Jahren wird der Vertrag des 60-Jährigen nicht verlängert. Damit hat Koch nun auch noch bewiesen, dass er nicht nur ein Parlament belügen oder gegen Ausländer hetzen, sondern auch einflussreicher als der Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens sein kann. Immerhin hat der hessische Ministerpräsident so viele Verbündete gefunden, dass Nikolaus Brender nur sieben von 14 Stimmen im ZDF-Verwaltungsrat bekam.


Protestiert wurde bereits von vielen Seiten. Vergeblich. Konservative Kreise haben ihre Muskeln spielen lassen und einen unabhängigen Journalisten aus dem Nachrichten-Ring geboxt. Ob aber das ZDF deswegen nun endlich ein “Adenauer-Fernsehen” wird, muss abgewartet werden. Gelingen könnte es. Dazu später mehr.

Dem ersten Bundeskanzler stand der Sinn nach solch einem CDU-Sender, Adenauer wollte einen Partei-Kanal, bekam aber nur Mainz als gedachtes Gegengewicht zu den ach so Linken beim Ersten. Schon damals begriff das Fernsehpublikum, dass kritische Berichterstattung so manchem Politiker so gut schmeckt wie Lebertran.

Endlich schwarze Nägel!

Wird Zeit für Nägel mit schwarzen Köpfen! Roland Koch und seine Helfer übernehmen einen Teil der GEZ-Gebühren, finanzieren davon Redakteure, die jeden Rücktritt eines Kabinettmitglieds als großen Erfolg der Regierung feiern und nennen das Ganze “Schwarzer Kanal”. Dieser Name dürfte nach dem Ende der DDR wieder frei sein.

Alle Nachrichtensendungen beginnen mit einer Ansprache der Bundeskanzlerin, anschließend kommen alle Minister zu Wort und auf der Wetterkarte gibt es täglich Sonnenschein. Dann werden Zeitungsmeldungen verlesen, die sich nicht mit Politik beschäftigen, auch nicht mit Arbeitslosigkeit, sozialen Problemen oder anderen Ereignissen, die auf Schwierigkeiten hindeuten könnten. Heino moderiert Abend für Abend bis 22 Uhr die Quizshow “Hätten Sie das gedacht? Besser nicht denken”. Das Programm endet mit einem allabendlichen Besuch beim Bundespräsidenten und einer Gute-Nacht-Geschichte seiner Gattin aus dem CDU-Grundsatzprogramm.

Black is beautiful

Nach und nach könnten die angeheuerten Redakteure wieder entlassen werden, gebraucht werden irgendwann nur noch ein Hausmeister, der vor dem Ersten auf- und nach dem Letzten wieder abschließt, ein paar Kameramänner und Toningenieure, vielleicht noch ein Maskenbildner für Roland Koch, der die Werbeeinblendungen für die schöne neue CDU-Fernsehwelt übernimmt. Zwischendurch dürfte auch einmal Edmund Stoiber übernehmen, zumindest bei auf Bayern zugeschnittene Sendungen über Bierzelte und Volksfeste ohne großen bürokratischen Aufwand. Verlost werden bei solchen Gelegenheiten Fernbedienungen, die nur noch einen Knopf haben. Drauf steht “Black is beautiful”.

Fast drei Dutzend Staatsrechtler haben vor dem heute Geschehenen gewarnt. Wird ab sofort an hessischen Universitäten nicht mehr gelehrt. Roland Koch hat übrigens erklärt, dass er an der Integrität von Nikolaus Brender keinen Zweifel hege. Woher nur kennt der hessische Ministerpräsident dieses Wort?

Montag, 2. Februar 2009

Wach für Deutschland

2. Februar 2009
Lotto-Jackpot geknackt/Union plant Initiative

Ein Nord- und ein Süddeutscher haben den Lotto-Jackpot geknackt. Deutschland lungert nicht länger vor den Annahmestellen herum, Deutschland geht wieder an die Arbeit.

„Es ist kein Zufall, dass beide Jackpot-Knacker aus einem von der Union regierten Bundesland kommen“, verlautet derweil aus den Parteizentralen von CDU und CSU. Den Millionenschwung wolle man nutzen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla und CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg die Initiative „Hallo, ich bin wach für Deutschland“ ins Leben gerufen.

Die Unions-Parteien planen: Jeder Deutsche schläft nur noch sechs Stunden, meldet sich nach dem Aufstehen sogleich im Internet auf einer Seite, die eigens dafür eingerichtet wird, oder geht mit seiner „Hallo, ich bin wach für Deutschland“-Karte zu Lesegeräten, die demnächst im gesamten Bundesgebiet aufgestellt werden. Danach begibt sich jede und jeder entweder zu seinem Arbeitplatz oder geht einem ehrenamtlichen Job nach.

Diese Initiative ist im In- und Ausland bereits auf ein großes Echo gestoßen. Aus dem Vatikan hieß es, dass man sich in Berlin endlich auf christliche Grundüberzeugungen besinne, dazu gehöre dieser Satz aus der Bibel: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen.“ Die Linke kritisierte die Unions-Pläne scharf, Datenschutzbeauftragte äußersten Bedenken wegen der Meldepflicht per Internet oder Lesegerät. Aus China verlautete: „Disziplin schaffen wir anders. Mal schicken wir Panzer, mal stecken wir Leute ins Gefängnis. Das ist viel effektiver.“

Die beiden Jackpot-Knacker sind zwar noch unbekannt, aber der Initiative entziehen sollen sie sich nicht. Melden sie sich nicht bis Mittwoch, 12 Uhr, bei der CDU und bei der CSU, wird den Gewinnern aus Niedersachsen und Bayern der Jackpot nicht ausgezahlt.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Basta!

18. Dezember 2008
Merkel kümmert sich um alle ohne Kummer

Auch die etwas größere Regierungspartei verschickt newsletter. Heute diesen:

„Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, will sich im Superwahljahr 2009 vor allem um die ´aktiven Bevölkerungsschichten´ kümmern, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren kann. ´Wer 40 Prozent und mehr der Wählerstimmen erzielen möchte, muss sich an breite Schichten wenden, an Stammwähler und Wechselwähler gleichermaßen´, sagte Merkel dem Magazin ´Cicero´. Wegen der inhaltlichen Übereinstimmungen sprach sich die CDU-Vorsitzende für eine Koalition zwischen Union und FDP nach der Bundestagswahl aus.

Bevor wir ins Superwahljahr 2009 starten, wünscht das Online-Team der CDU-Bundesgeschäftsstelle Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.“

Über diese Mitteilung freuen werden sich auf jeden Fall: Kranke, Behinderte, sozial Schwache, also: Alle, die nicht mehr so aktiv sein können wie Angela Merkel. Um die wird sich die Bundeskanzlerin als Chefin einer CDU/CSU/FDP-Koalition immerhin noch nach allem kümmern. Wenn das keine Ansage an alle ist, die im Superwahljahr aktiv genug sein sollten, um ihr Kreuz bei einer anderen Partei zu machen.

Mit der Ankündigung, unzählige Menschen ausgrenzen zu wollen, geht selten eine Partei in die Auseinandersetzung mit anderen Parteien. Das macht man zwar, aber so offen wie Angela Merkel sagt man es eigentlich nicht. Dafür gebührt der Bundeskanzlerin Dank. Dass sie von Übelwollenden falsch zitiert worden sei, kann sie jedenfalls nicht behaupten - es sei denn, sie behauptet das in einigen Wochen über die Bundesgeschäftsstelle ihrer Partei.

Möglich ist aber auch: Die SPD beispielsweise merkt gar nicht mehr, dass sie mit diesem newsletter eine Steilvorlage bekommen hat. Den müsste man im Wahlkampf doch einfach nur plakatieren. Motto: „Versprochen! Merkel kümmert sich um alle ohne Kummer!“

Freitag, 17. Oktober 2008

Kanzleramt

17. Oktober 2008
Internet-präsente Regierungschefin

Die Bundeskanzlerin ist so internet-präsent wie keiner ihrer Vorgänger, Woche für Woche verkündet sie ihre Botschaften per Video. Auch Fragen kann man ihr online stellen. Für die Antworten wird allerdings vom Bundeskanzleramt nichts Originelles verfasst, aus der Schublade geholt werden längst bekannte Verlautbarungen. Stellt jemand eine Frage, zu der es nichts Vorgestanztes gibt, wird diese Frage auf den Seiten von Angela Merkel weder erwähnt geschweige denn beantwortet.

Für die 54-Jährige könnte zwar das Motto gelten “Zeit, dass sich was dreht”, aber zu schnelle Bewegungen müssen es aus ihrer Sicht nicht sein. Fragt man die Wählerinnen und Wähler, dann sagen die meisten: “Die macht einen ganz guten Job.” Wie der konkret aussieht, kann kaum jemand sagen. Es ist eben nicht viel mehr als ein gutes Bauchgefühl, das sich sogar während der derzeitigen Krise schnell wieder einstellt. Die Bundeskanzlerin muss nur sagen, dass ihr Ziel eine “menschliche Marktwirtschaft” sei und schon macht die Nation erst einmal ein Nickerchen nach durchwachten Nächten.

Diese Frau wird die nächste Bundestagswahl gewinnen. Daran ändern auch zehn neue SPD-Vorsitzende nichts. Die Sozialdemokraten können sich nur vornehmen, nicht zu weit unter 30 Prozent zu rutschen, während Angela Merkel von einer Koalition mit der FDP träumt, in der die CDU mehr Bewegungsfreiheit hat als in der Großen Koalition. Wird die Bundesrepublik Ende nächsten Jahres christ-liberal, wird Angela Merkel ihr konservatives Profil schärfen. Zurzeit unterscheidet sie sich kaum von Gerhard Schröder.

Die politische Landschaft sieht allerdings nicht mehr so aus, dass man Koalitionsprognosen wagen kann. Ob also die Bundeskanzlerin demnächst ihr Merkelpotanien so gestalten kann wie ihr das vorschwebt, weiß niemand.