Hat die Merkel
"Wir werden gewinnen", spricht sich der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" selbst so eine Art Rest-Mut zu. Doch ein griffiges Thema findet er nicht. Könnte er eins finden, wird es schon vorher von Merkel einfach gestohlen. Beispiel: Die Ehe für alle.
Den Namen Schulz erwähnt Merkel bei ihren Wahlkampfauftritten gar nicht. 25 Prozent sind eben unter ihrer Würde. In der DDR hat sie sich an 99,9 Prozent gewöhnt. Die Bundeskanzlerin gibt sich staatstragend. Unentschlossene Wählerinnen und Wähler will sie nicht zur SPD tragen. Je geringer die Wahlbeteiligung, desto besser für die CDU. Weiß man doch.
Blog dir deine Meinung, 22. August 2017
Die Wahl splittert
Die internette Zeitung "Burgdorfer Kreisblatt" sammelt Wahlsplitter und wundert sich über so manches Wahlplakat.
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Dienstag, 22. August 2017
Wer die Wahl hat
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Freitag, 14. Juli 2017
The same procedure
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| Auch Martin Schulz wird über die Katze Merkel stolpern. |
Die SPD ist in den Umfragen fast wieder dort angekommen, wo sie mit Sigmar Gabriel aufgehört hat. Es riecht erneut nach einem Wahl-Dinner für gut 20 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die Hunger auf eine Stimmabgabe verspüren. Und jetzt meinen auch noch 81 Prozent der Deutschen, dass Martin Schulz an der versalzenen Demoskopen-Suppe keine Schuld trägt. Schlimmer kann es für die SPD also nicht mehr kommen.
Wie der Butler James werden die Sozialdemokraten dem 24. September entgegen taumeln und über die verdammte Katze stolpern, die dem Wahlsieg der SPD im Wege liegt, weil sie sich als Kanzlerin genauso oft rührt wie als Wahlkämpferin. Der Merkel geben es die Wählerinnen und Wähler im Schlaf.
Auch "Venceremos" hilft da nicht mehr. Die Niedersachsen-SPD hat es im Netz peinlicherweise schon versucht. Sofort hagelte es Proteste. Dieses politische Kampflied aus Chile, mit dem Salvador Allende 1970 in den Wahlkampf zog, hielt niemand für passend und hätte wohl auch nur so passend gemacht werden können: Die SPD hätte unverzüglich sozialistisch werden müssen, und Martin Schulz müsste Selbstmord begehen, während vor dem Willy-Brandt-Haus Schüsse fallen. Aber woher so schnell einen Pinochet nehmen und nicht importieren? Nicht einmal die USA würden derzeit dafür Geld ausgeben.
Die Schlange der Kandidaten, die nach einer Wahl "Wer hat uns verbraten, Sozialdemokraten" singen, wird von Martin Schulz verlängert. Lang lebe the same procedure!
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