Diese Umfrageergebnisse hält man im Kopf nicht aus
Peer Steinbrück soll es für die SPD richten - und schon richten Demoskopen an die Wählerinnen und Wähler die Frage: Wen würden Sie zum Kanzler machen? "Die ersten Umfragen" werden heute von "Bild am Sonntag" veröffentlicht, die aus den Ergebnissen den Schluss zieht: "Es wird schwer für Peer."
Was Meinungsforschungsinstitute herausfinden, ist immer wieder erstaunlich. So hat Emnid im Auftrag von "Bild am Sonntag" ermittelt, dass 27 Prozent Steinbrück eine Chance einräumen, nächstes Jahr Kanzler zu werden. Andererseits sollen 59 Prozent den Peer für eine gute Wahl halten. Das hält man nun wirklich im Kopf nicht aus. Ein angeblich chancenloser Kandidat soll eine gute Wahl sein?
Noch verwunderlicher ist das dritte Ergebnis. 37 Prozent der Befragten würden Steinbrück zum Kanzler wählen. Müssten das nicht 27 Prozent sein? Also diejenigen, die dem SPD-Spitzenkandidaten eine Chance einräumen...?
Solche Fragen darf man wohl nicht stellen. Die Kanzler-Frage allerdings auch nicht. Denn der Bundeskanzler wird nicht direkt gewählt, sondern vom Bundestag. Dafür brauchen die Kandidatin und der Kandidat eine Koalition. Steinbrück will mit den Grünen koalieren, die Grünen mit der SPD. Beide Parteien kommen derzeit zusammen auf gut 40 Prozent, die CDU auf um die 35 Prozent, die FDP fliegt raus. Heißt: Bleibt das so, wird Steinbrück Kanzler...
Sonntag, 30. September 2012
Sonntag, 5. August 2012
Nichts wissen...
...macht nichts
Markus Söder ist zwar kein Sponti, aber er denkt so. Dem alten Spruch "Wissen ist Macht" setzt er "Nichts wissen, macht nix" entgegen. Das reicht, um in Bayern Finanzminister zu werden. Das reicht auch für eine Ablehnung des Länderfinanzausgleiches, sobald der Freistaat kein Geld mehr von anderen Bundesländern benötigt. Bayern ist schließlich ein Freistaat, in dem Politiker wie Söder den "Bayern-Kurier" lesen und auf diesem Niveau verharren.
Auf Griechenland will der bayerische Finanzminister jetzt "eine alte Regel vom Bergsteigen" anwenden: "Wenn jemand an deinem Seil hängt und dabei ist, dich mit in den Abgrund zu reißen, musst du das Seil kappen." Sagt er in der "Bild am Sonntag" von heute in einem Streitgespräch mit Sahra Wagenknecht von den Linken. Wo Söder auf einen Berg steigt, gibt es eben auch Opfer. Und noch so einen Spruch: "Schulden muss man zahlen. Der deutsche Häuslebauer kann auch nicht einen Kredit aufnehmen und am Ende sagen: ´Ich kann nicht mehr, bitte mach mir einen Schuldenschnitt.´"
Wenn´s um Geld geht, Sparkasse und wenn es um die Euro-Zone geht, Söder? Der an Griechenland ein Exempel statuieren will, damit Italien und Spanien begreifen, was ihnen ebenfalls blühen könnte: "Irgendwann muss jeder bei Mama ausziehen, und die Griechen sind jetzt so weit." Mit Mama meint Markus Söder möglicherweise Angela Merkel. Dass die CSU bei der nicht gern wohnt, ist hinlänglich bekannt - aber reicht das für die Rettung des Euro?
Wie lange schon der bayerische Finanzminister "Bild am Sonntag" mit einem Bierzelt beim Oktoberfest in München verwechselt, geht aus dem Streitgespräch leider nicht hervor. Warum Söder nicht auch noch den Austritt Bayerns aus der Euro-Zone ankündigt, falls Griechenland weiter am Seil hängt, bleibt rätselhaft. Wenn man schon Stuss redet, sollte man den Blödsinn immer weiter steigern. Dann hat man die Bierkrüge Schwenkenden auf seiner Seite, während sich draußen die Parasiten vermehren, erst Griechenland wegmampfen, dann Italien, Spanien...Und schließlich Europa, das irgendwann am Abgrund steht, während Söder schon einen Schritt weiter ist.
Markus Söder ist zwar kein Sponti, aber er denkt so. Dem alten Spruch "Wissen ist Macht" setzt er "Nichts wissen, macht nix" entgegen. Das reicht, um in Bayern Finanzminister zu werden. Das reicht auch für eine Ablehnung des Länderfinanzausgleiches, sobald der Freistaat kein Geld mehr von anderen Bundesländern benötigt. Bayern ist schließlich ein Freistaat, in dem Politiker wie Söder den "Bayern-Kurier" lesen und auf diesem Niveau verharren.
Auf Griechenland will der bayerische Finanzminister jetzt "eine alte Regel vom Bergsteigen" anwenden: "Wenn jemand an deinem Seil hängt und dabei ist, dich mit in den Abgrund zu reißen, musst du das Seil kappen." Sagt er in der "Bild am Sonntag" von heute in einem Streitgespräch mit Sahra Wagenknecht von den Linken. Wo Söder auf einen Berg steigt, gibt es eben auch Opfer. Und noch so einen Spruch: "Schulden muss man zahlen. Der deutsche Häuslebauer kann auch nicht einen Kredit aufnehmen und am Ende sagen: ´Ich kann nicht mehr, bitte mach mir einen Schuldenschnitt.´"
Wenn´s um Geld geht, Sparkasse und wenn es um die Euro-Zone geht, Söder? Der an Griechenland ein Exempel statuieren will, damit Italien und Spanien begreifen, was ihnen ebenfalls blühen könnte: "Irgendwann muss jeder bei Mama ausziehen, und die Griechen sind jetzt so weit." Mit Mama meint Markus Söder möglicherweise Angela Merkel. Dass die CSU bei der nicht gern wohnt, ist hinlänglich bekannt - aber reicht das für die Rettung des Euro?
Wie lange schon der bayerische Finanzminister "Bild am Sonntag" mit einem Bierzelt beim Oktoberfest in München verwechselt, geht aus dem Streitgespräch leider nicht hervor. Warum Söder nicht auch noch den Austritt Bayerns aus der Euro-Zone ankündigt, falls Griechenland weiter am Seil hängt, bleibt rätselhaft. Wenn man schon Stuss redet, sollte man den Blödsinn immer weiter steigern. Dann hat man die Bierkrüge Schwenkenden auf seiner Seite, während sich draußen die Parasiten vermehren, erst Griechenland wegmampfen, dann Italien, Spanien...Und schließlich Europa, das irgendwann am Abgrund steht, während Söder schon einen Schritt weiter ist.
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